Petition für den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen

…und auch wir haben eine Petition für den Erhalt unseres Gartens gestartet und bitten weiterhin um Unterstützung.

Rettet den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen:

https://www.change.org/p/rettet-den-gemeinschaftsgarten-wachsenlassen?recruiter=709675445&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=share_email_responsive


Himmelbeet muss bleiben!

Wir bitten um Unterstützung für den Gemeinschaftsgarten Himmelbeet, ein wichtiger grüner Nachbarschaftstreffpunkt in Berlin Wedding!

Himmelbeet muss bleiben:

https://www.change.org/p/bezirksamt-berlin-mitte-himmelbeet-muss-bleiben?recruiter=27367902&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink

 


2. Aktionstag Gemeinschaftsgarten wachsenlassen


Zweiter Aktionstag Gemeinschaftsgarten wachsenlassen

Die Rettungsaktionen für unseren Garten haben begonnen.

Vielen Dank an alle, die uns bisher beim Umpflanzen, Zaunabbau und und und… geholfen haben!

Es gibt noch so viel zu tun!
Am 2. Mai wird die Baustellenzufahrt genau durch den Garten eingerichtet werden.

Der nächste Aktionstag findet statt am
Donnerstag, den 20.4.2017 in der Zeit von ca. 10.00 – 18.00 Uhr.

Wir freuen uns über jede helfende Hand beim Umsetzen von Pflanzen und Gehölzen, dem Abbau des Zaunes vor dem Bauerngarten und vielem mehr.

Das Unterstützerschreiben für den Erhalt unseres Gartens als pdf: Rettet den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen

 


Aktionstag im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen

 

Erster Aktionstag im Garten wachsenlassen

Leider können wir die Arbeitseinsätze, die nötig sind, um unseren Garten vor den drohenden Zerstörungen durch die Baustelle Villa Lützow zu schützen, immer nur sehr kurzfristig organisieren und bekannt geben.

Wer trotzdem Zeit hat, spontan zu kommen und uns beim Umsetzen von Pflanzen und Gehölzen und dem Abbau des Zaunes vor dem Bauerngarten zu helfen:


am Donnerstag, den 13.4.2017, in der Zeit von ca. 11.00 – 16.00 Uhr findet der erste Aktionstag im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen statt.
Wir freuen uns über jede helfende Hand!

 


Einladung in die Grüne Bibliothek

Viele haben mitgemacht, wir haben die schönsten Wunschbotschaften in alle Welt ausgewählt und freuen uns auf die Präsentation der druckfrischen Postkarten!

Wir freuen uns auf alle Freunde des Projektes wachsenlassen – Gemeinschaftsgarten & Grüne Bibliothek zu einem geselligem Beisammensein und Austausch nach der Präsentation ab ca. 17.00 Uhr.

Die Einladung als pdf zum Ausdrucken: Einladung Präsentation


Gemeinschaftsgarten wachsenlassen in Not


Gemeinschaftsgarten wachsenlassen in Not

Seit nunmehr 7 Jahren gärtnern wir gemeinsam mit engagierten Anwohnern, Schulkindern und Kindergärten auf dem Außengelände des zukünftigen Kiez Zentrums Villa Lützow in der Kluck-, Ecke Lützowstraße in 10785 Berlin Mitte.

Unser Garten mitten in der Stadt bietet einen Ort zur sinnvollen Freizeitgestaltung in der Gemeinschaft mit Anderen. Wir bieten regelmäßig Mitmach-Workshops aus den Bereichen Garten, Handwerk und Kunst.

Wir pflegen einen beträchtlichen Teil des bezirkseigenen Geländes, um diesen Kultur-, Lern- und Aufenthaltsort für die Menschen im Kiez anzubieten.

Unser Garten ist nach ökologischen Gesichtspunkten gestaltet und bietet zudem Schutz und Aufenthaltsmöglichkeiten für eine erhöhte Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren in der Stadt.
Unsere Angebote sensibilisieren für eine nachhaltige Lebensführung, gesunde Ernährung und aktiven Umweltschutz.

Seit 2014 arbeiten wir eng zusammen mit der Stadtbibliothek Tiergarten-Süd und konnten durch eine – mit dem Amt für Weiterbildung, FB Bibliotheken erarbeitete – Neuprofilierung der Bibliothek mit den Schwerpunkten (urbanes) Gärtnern, nachhaltige Lebensstile, gemeinsam Selbermachen und interaktiven Sprachlernangeboten ihren Erhalt als Bildungsstandort im Kiez bis mindestens Ende 2018 sichern.

Unsere Arbeit und der Garten sind jetzt durch die Bauarbeiten für das neu entstehende Kiez Zentrum, in dem auch wachsenlassen verankert ist, existenziell bedroht.

Am 2. Mai 2017 sollen endlich die Bauarbeiten für das Kiez Zentrum Villa Lützow beginnen. Leider geht die Baustellenzufahrt genau durch unseren Garten.

  • Wir verfügen über keinerlei finanzielle und zu geringe personelle Ressourcen, um die notwendigen Umsetz- und Umpflanzarbeiten zu leisten, damit wichtige Teile des Gartens während der Bauphase erhalten und geschützt werden können.
  • Um eine Zukunft zu haben, benötigen wir eine solide verbindliche finanzielle Zusage, zur erfolgreichen Weiterführung des Gemeinschaftsgartens.
  • Nach Beendigung der Bauarbeiten 2018 muss der Garten rückgebaut und neu gestaltet werden, auch dies geht nur mit finanzieller und personeller Unterstütztung, die nachhaltig angelegt sein muss.

Wie können Sie uns helfen, unseren Garten zu erhalten?

  • Sich gemeinsam mit uns für eine dauerhafte Finanzierung des Angebots engagieren und dazu auch kreative Ideen entwickeln,
  • uns bei der Rettung von Pflanzen und des kunsthandwerklich gestalteten Zauns um unseren ‚Bauerngarten‘ tatkräftig unterstützen,
  • uns als Referenz ein Unterstützerschreiben (siehe Rückseite) zusenden
  • uns finanziell mit einer Spende auf folgendes Konto unterstützen:

KIDZ e.V.
IBAN: DE 48 1007 0848 0440 3903 00
BIC: DEUTDEDB110
Die Arbeit von KIDZ e.V. ist als gemeinnützig und förderungswürdig anerkannt. Spenden und Förderbeiträge sind steuerlich abzugsfähig.

Vielen herzlichen Dank für Ihr Engagement!
„Unterstützerschreiben“ gerne im Nachbarschaftstreff an der Bibliothek Tiergarten-Süd,
Lützowstr. 27, 10785 Berlin abgeben oder per Mail an:

Kontakt: Gabriele Koll, wachsenlassen@web.de

Information und Unterstützerschreiben als pdf:Rettet den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen


Nachhaltigkeit braucht Zeit –

 – und wie sieht sie eigentlich aus?

Gestern, bei einem Rundgang durch unseren bedrohten Garten – vielen Dank für das schöne Gespräch, liebe Kaya!- wurde die simple Tatsache, dass Nachhaltigkeit unter anderem eben auch nur durch Zeit zu haben ist, wieder einmal überdeutlich.

Um das zu verstehen, muss man sich wohl ebenfalls nur die Zeit nehmen, aufmerksam hinzuschauen.

Unser Insektenhotel, vor ca. 5 Jahren errichtet, ist seit etwa 2 Jahren endlich bewohnt!

Wie oft haben wir davor gestanden und nach Hotelgästen gesucht und uns immer wieder gefragt, ob und wenn ja, was wir falsch gemacht hätten beim Bau.

Heute kann ich sagen: Nichts haben wir falsch gemacht, Standort und Baumaterialien scheinen zufriedenstellend zu sein.

Unser „Fehler“ war lediglich unsere Ungeduld, menschliche Hybris und unsere irrige Vorstellung, Unmengen von Hummeln, Wildbienen, Schlupf-, Falten-, Grab- und Wegwespen, Florfliegen oder Ohrwürmer würden nur darauf warten, am Eröffnungstag Schlange zu stehen.

Nun also, nur wenige Tage vor der baustellenbedingten Umsetzung, scheinen viele der Appartements zu vollster Zufriedenheit bewohnt zu sein.

Wir hoffen inbrünstig, auch noch danach…

Auch zwei Vorher-Nachher-Bildchen spiegel den Faktor Zeit und Geduld und Nachhaltigkeit wider:

Ein Teil des Gartens zu Projektbeginn im Jahr 2010…

…und gestern im Jahr 2017, etwa zur gleichen Jahreszeit, wie man an den Forsythien sehen kann.

Auch wenn unser Garten für viele immer wieder zu ‚unaufgeräumt‘ ausgesehen hat – auch unbezahlte Arbeitszeit ist Zeit, wenn auch ein anderer Aspekt derselben – unserem Ziel, mit unserem Gemeinschaftsgarten mitten in der Stadt Raum für mehr Artenvielfalt zu schaffen, sind wir doch schon ein kleines Stückchen näher gekommen.

Wir bitten – auch den Bezirk Berlin Mitte – um Unterstützung für den Weitererhalt unseres Gartens.


Baustellenzufahrt bedroht Gemeinschaftsgarten

Vandalismus erprobt nach 6 Jahren gemeinsamen Gärtnerns mitten in der Stadt, droht unserem Garten nun ein Schlag, der sein Ende bedeuten könnte:
Eine Baustellenzufahrt quer durch einen sonnigen Bereich unseres Gartens.

Da heißt es innerlich Abschied nehmen mitten im Frühling, der Zeit des Wiederentdeckens der Pflanzenfreunde nach langem Winterschlaf.

So ist dieser Frühling von schwerem Herzen und Sorge um unsere Stauden getrübt.

Die Paeonia – Pfingstrose, zieht, wie alle Pflanzen, nicht gerne um.

Diese, bei ihrem Austrieb filigrane Schönheit und im Frühsommer durch ihre häufig fein duftenden Blüten mit Größe und Farbe beeindruckende Pflanzendame bevorzugt einen windgeschützten Platz und mag das Sonnenlicht am liebsten ein wenig gefiltert, beispielsweise durch einen Baum mit wenig Laub.
Es wird allgemein empfohlen, den Standort sorgfältig auszuwählen, „da Pfingstrosen eine Versetzung gar nicht schätzen und sich gegebenenfalls weigern zu blühen“.

Aber wenn sie einen Standort gefunden haben, der ihnen entspricht, können sie „so alt werden wie Schildkröten und zählen damit zu den langlebigsten Pflanzen, die dem (Hobby-) Gärtner zur Verfügung stehen“.

Unsere Päonie zeigt sich in ihrem 5. Jahr noch sichtlich zufrieden mit ihrem Platz im Garten und die Schildkröte weiß noch nicht, was auf sie zukommt…

Ein wenig Trost spenden die wiederkehrenden Gesellen im Kräuterbereich, welcher (nach bisherigen Kenntnissen) wohl nicht von Arbeitsgeräten und Baustellenfahrzeugen überrollt werden wird. (Als Materiallagerplatz ist er bisher auch noch nicht ausgewiesen.)

Der zarten Triebe des Fenchels verströmen schon ihren Duft, wenn man sie berührt und mit einer erste Kerbelsuppe wird an diesem Wochenende der Frühling auch in die Küche einziehen.

Also versuchen wir, uns über die freuen, um die wir keine Angst haben müssen und hoffen, für die, um die wir uns sorgen, einen Weg zu finden.

Und: wir freuen uns über konstruktive Rettungsvorschläge, die uns aus unserer Ratlosigkeit befreien könnten!

 


Gemeinschaftsgarten wachsenlassen in Not

Vor einer Woche, mit der Komposttüte in der Hand: da war einfach ein Nichts.

Nein, natürlich kein Nichts, sondern eine sorgfältig (?) gerodete Fläche, wo einmal unser Kompost gewesen war.

Also: Im Mai dieses Jahres ist Baubeginn des Kiez Zentrums Villa Lützow (ursprünglicher Beginn: 1.1.2016) und wie es bisher aussieht, soll die Baustellenzufahrt genau durch unseren Garten gehen.

Nicht, dass uns irgendjemand Bescheid gesagt hätte.

Warum auch?

Der bunt bemalte Zaun, errichtet mit ca. 50 helfenden Händen in der Zeit eines ganzen Sommers, die Beete der Kindergärten und einiger Gäertner_innen, die eingewachsenen Beerensträucher, Stauden, das Insektenhotel (noch steht es, juhu) und und und tja, unser Kompost, Grundlage für ein neues Gartenjahr.

Wie geht es weiter?

Noch wird gehofft, dass man die Zufahrt woanders einrichten kann, noch wird gehofft, mit irgend einem zuständigen Menschen darüber reden zu können, noch wird gehofft, in weitere Planungen mit einbezogen zu werden…

Wir werden sehen.

 


Selbst Nähen in der Grünen Bibliothek

Selbst Nähen bedeutet individuelle, persönliche Mode,
kreativ sein und es macht viel Spaß!

Wie werden ein Rock oder ein Shirt genäht?

Das kann man ausprobieren und nützliche ‚Tricks‘ mit Hilfe einer Designerin dazu lernen – für Anfänger und Fortgeschrittene.

Bitte mitbringen: Passender Stoff, 1 Reißverschluss 20 cm lang und Gummiband (3-5 cm breit für einen Rock), wenn vorhanden: eigene Schere.

Wo: Stadtbibliothek Tiergarten-Süd. Lützowstr.27 .10785 Berlin
wann: Montag, den 27.3. und 3.4. 2017, 15.00 – 18.00 Uhr

Leitung: Judith Schömbs

Da die Plätze begrenzt sind (max. 5 TN), bitte unbedingt bis zum 23.3. 2017 direkt in der Bibliothek anmelden oder unter: wachsenlassen@web.de

 Der Flyer zum Ausdrucken: Flyer SelbstNähen16.1


Fullhouse im Sprech Café

Es ist der 9.2.2017, ein Donnerstagnachmittag um 16 Uhr. Menschen aus den unterschiedlichsten Bezirken Berlins treffen sich im Nachbarschaftstreff an der Stadtbibliothek Tiergarten Süd. Sie sitzen rings um die hölzernen Tische und tragen ihren Namen gut sichtbar auf  einem Kleidungsstück. Sie kennen sich bislang nicht. Der Nachbarschaftstreff ist gut gefüllt.

Als ich den Raum betrete lese ich die Namen: Mohammad, Abdullah, Raeb, Susanne, Ida. Eine bunte Mischung. Der Name Mohammad scheint besonders oft vorzukommen. Ich werde  von Ida mit einem freundlichen Hallo angesprochen. Sie ist eine der vielen Freiwilligen hier. Ich kann ihre Freude spüren, darüber dass ich erneut zum Sprech Café erschienen bin. Hier wird jede Hand gebraucht. Dies ist mein zweites Mal im Sprech Café.

Ich setzte mich zu einem jungen Mann, der alleine an einem Tisch sitzt und auf sein Handy guckt. Als ich mich hinsetze und ihn begrüße legt er schnell sein Handy weg.  Ich stelle mich vor und wir fangen an uns zu unterhalten. Ich frage ihn wie alt er ist, woraufhin er meint ich soll schätzen. Mein Tipp geht nach kurzem Überlegen auf 24 Jahre. Er ist erstaunt und meint, das sei korrekt. Die Stimmung lockert sich. Er kommt seit 8 Wochen jeden Donnerstag hier her. Er fängt an zu erzählen, von seiner Familie in der Türkei. Er hat auch Freunde in Berlin. Sie sind alle in Flüchtlingsunterkünften untergebracht. Er habe Konditor gelernt, es sei jedoch schwierig hier an einen Job zu gelangen. Er übt fleißig deutsch und muss eine Reihe von Sprachstufen ablegen. Danach könne er in die Schule gehen und am Ende dieses langen Weges einen ordentlichen Beruf als Konditor in Deutschland ausüben. Die Informationen sprudeln nur so. Ich bemerke, dass dieses Gespräch ihm gut tut. Dann erzählt er darüber, dass er in 2-3 Wochen aus seiner derzeitigen Unterkunft raus muss und dann keine Unterkunft hat.

Ich verstehe das nicht und versuche zu vermitteln. Er soll sich bei den Leuten im Sprech Café erkundigen. Das Sprech Café ist nicht nur dafür da die Sprachkenntnisse zu verbessern. Hier kommen viele Menschen zusammen und man kann wichtige Informationen und Ideen austauschen. Susanne, eine andere Ehrenamtliche, helfe ihm bereits dabei eine Wohnung zu finden. Ich merke, dass ihm diese unsichere Zukunft zu schaffen macht.

Während wir uns unterhalten, werden wir immer wieder durch dazukommende Menschen mit einem Händeschütteln begrüßt. An unserem Tisch, an dem wir anfangs zu Zweit saßen, sitzen wir mittlerweile zu neunt. Ich schaue mich um und sehe, dass wir inzwischen mehr als 40 Leute sind. Ich beziehe einen zweiten Mann in unser Gespräch, Wael und Mohammad beginnen eine Unterhaltung.

Ich verabschiede mich nach kurzer Zeit. Die Beiden reden noch immer.

Nächste Woche werde ich wieder hier sein im Sprech Cafè.

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Das Sprech Café findet jeden Donnerstag von circa 16-19 Uhr statt im Nachbarschaftstreff an der Stadtbibliothek Tiergarten, Lützowstr. 27 10785 Berlin.


Gärtnern ohne Torf

Der Frühling naht, die Gärtner_in kann ihn schon riechen und endlich wird es Zeit, erste Blumen- und Gemüsepflanzen auszusäen, Balkone, Terassen und Fensterbretter mit  grün-bunten Frühlingsboten zu beglücken.

Meine Bitte wie in jedem Jahr:

Bitte benutzt keine torfhaltige Erde!

Torfhaltige Erde ist ein großer Klimakiller.
Moore schützen das Klima: Im Boden ist die größte Menge an Kohlenstoff gespeichert, 1600 Gigatonnen.
In den Mooren, die nicht einmal 5 % der Erdoberfläche ausmachen, ist der allergrößte Teil des Kohlestoffs gespeichert. Moore können der Atmosphäre permanent CO2 entziehen, in Deutschland 200 000 Tonnen pro Jahr.
Wenn die Moore trocken gelegt sind, tritt der umgekehrte Effekt ein, der gespeicherte Kohlenstoff wird freigelegt.

Achtung: Manche Erden mit einem Torfgehalt von 30-50% Torf dürfen Bio-Erde genannt werden, bei Aussaaterde sogar bis zu 70%!

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Mittlerweile findet sich in jedem gut sortierten Baumarkt auch ein Angebot an torffreien Erden.
Und ja, die Erde ist um einiges teurer als die herkömmlichen Angebote, aber: wie oft braucht man neue Blumenerde und wenn ja, wieviel?

Und vielleicht finden sich andere Möglichkeiten, seine eigene Erde herzustellen, vielleicht sogar einen eigenen Kompost  – immer noch das Gold der Gärtner_in – auf dem Balkon?

Weitere Informationen zum Thema unter:  Gärtnern ohne Torf 


Gemeinsam selber machen…

…macht uns allen am meisten Spaß!

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In den Werkstätten der Grünen Bibliothek sind in diesem Winter individuelle Bücher, Hefte, Stempel und Selbstgenähtes in Gemeinschaftsarbeit entstanden, aber nun steigt mehr und mehr die Sehnsucht nach wärmeren Jahreszeiten, dem Duft von Erde und dem Aufenthalt im Garten in uns auf und das Diorama von den Störchen gibt dieser Sehnsucht zusätzliche Nahrung.

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Bald können wir erstes Saatgut aussäen und mit vielen Hoffnungen (und in unserem Fall auch Befürchtungen, da die große Baustelle Villa Lützow quer durch unserem Garten beginnen wird) in Richtung eines -trotz alledem!- blühenden Gartenjahres blicken…


BOULEVARD POTSDAMER – eine Straße wird GRÜN!

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Die Interessengemeinschaft Potsdamer Straße hat als Träger den Zuschlag bei dem Wettbewerb „MittendrIn Berlin!“ erhalten.
Herzlichen Glückwunsch!

IDEE des Konzeptes ist es, mit der Umsetzung des Konzeptes BOULEVARD POTSDAMER – eine Straße wird GRÜN! im Rahmen der ausgeschriebenen Kategorie: „Mitten-drin Berlin! Impulse“ Anstöße für eine nachhaltige und ökologische Veränderung an der Potsdamer Straße zu geben. GRÜN soll im physischen Sinne und durch verschiedene „grüne“ Aktivitäten als das verbindende Element und das Markenzeichen der geplanten Aktionen wirken.

weiterlesen


Was wünscht Du der Welt?

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Bis zum 7. März 2017 kannst Du an unserem Wunschpostkarten-Projekt teilnehmen und Deine eigene Postkarte gestalten.
Was wünscht Du der Welt und den Menschen, die auf ihr leben? Frieden, Mut, Gemeisnchaft, Gesundheit?
Mit etwas Glück (und Können) wird Dein Motiv ausgewählt und in größerer Auflage zum Verschicken in die Welt gedruckt.

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Du hast keine Zeit, an einem Dienstag bei uns vorbei zu kommen?
Dann male Deine Wunschbotschaft zuhause und gebe sie einfach in der Bibliothek ab.

Du hast gar keine Zeit, vorbei zu kommen oder wohnst nicht in Berlin?
Dann steck Deinen Entwurf einfach in einen Briefumschlag und schicke sie an die
Stadtbibliothek Tiergarten-Süd
Lützowstr. 27
10785 Berlin
Stichwort Wunschbotschaften

Und hier die Informationen zum Ausdrucken: wunschbotschaften-gb


Frei wie ein Vogel – Ausstellungseröffnung in der Stadtbibliothek Tiergarten

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Und hier die Info zur Ausstellung zum Ausdrucken: aushang-zugvoegel-2


Mehlwurmburger oder vegane Eier? Essen im Anthropozän

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Am Dienstag, den 24. Januar 2017, um 20.00 Uhr lädt die Philipp-Schaeffer-Bibliothek zu einer Veranstaltung rund um den Sachcomic Die Anthropozän-Küche. Matooke, Bienenstich und eine Prise Phosphor – In zehn Speisen um die Welt ein. Zu Gast sind die Autoren Alexandra Hamann und Jens Kirstein, sowie der Illustrator und Live-Zeichner Ulrich Scheel.

Jeder von uns hinterlässt Spuren im Sediment des Anthropozän – des Erdzeitalters des Menschen. Nirgends wird das so deutlich wie beim Essen. Die Anthropozän-Küche führt in zehn Etappen einmal um die Welt und wirft einen Blick in die heimischen Kochtöpfe. Für den Sachcomic wurden die Erlebnisse zu einer großen Geschichte zusammengefasst und von Künstlern aus der jeweiligen Region umgesetzt. Dabei wird klar: Die Küche ist zum Schalthebel der Globalisierung geworden. Wie es in Zukunft weiter gehen wird, das entscheidet jeder einzelne von uns tagtäglich mit.

Das Buch basiert auf dem Grundgedanken des derzeit viel diskutierten Anthropozän-Konzepts, nachdem der Mensch zu einem wesentlichen Faktor im Erdsystem geworden ist, eine geologische Kraft, vergleichbar mit Erdbeben, Vulkanausbrüchen oder Kontinentalbewegungen.

Die anschaulich dargestellten Forschungsergebnisse stammen aus einem der Basisprojekte des Exzellenzclusters Bild Wissen Gestaltung. Ein interdisziplinäres Labor der Humboldt-Universität zu Berlin. Herausgeber sind der Geologe und Paläontologe Prof. Reinhold Leinfelder, die Mediendesignerin Alexandra Hamann, der Geologe Jens Kirstein und der Biologe und Politikwissenschaftler Marc Schleunitz.

Wie sehen Sie die Zukunft der Ernährung? Teilen Sie Ihre Zukunftsvisionen mit uns! Was werden wir in Zukunft essen? Hightech-Food aus dem Drucker, personalisierte Moleküldrinks, oder nehmen wir uns zurück und essen nur noch regional und saisonal? Was sind Ihre Wünsche oder Befürchtungen? Der Comic-Zeichner Ulrich Scheel, der das Kapitel „Deutschland“ der Anthropozän-Küche illustriert hat, visualisiert Ihre Gedanken und Ideen in unserem „Labor der Zukunft“. Dazu reichen wir eine kleine Überraschung.

Weitere Informationen unter: http://www.berlin.de/stadtbibliothek-mitte/aktuelles/veranstaltungen/


Aufruf zur 7. Wir haben es satt!-Demo

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Weitere Informationen unter: www.wir-haben-es-satt.de


Gemeinsam in das Neue Jahr

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Nach jahrelanger punktueller Zusammenarbeit zwischen dem Jugendhilfeträger KIDZ e.V. und dem Projekt wachsenlassen entstand im Jahre 2016 durch gemeinsame Projektplanung, Mittelakquise und Durchführung eine enge Kooperation.
Zum 1.1. 2017 werden die Angebote des Projektes wachsenlassen – Gemeinschaftsgarten & Grüne Bibliothek unter der Trägerschaft von KIDZ-Kinder- und Jugendhilfe im Dienst der Zukunft e.V. durchgeführt.

Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Arbeit!


Repair-Café für Smartphones in Berlin

Was machen, wenn das Handy den Geist aufgibt?
Viele der Geräte sind Hightech mit kurzer Lebenszeit. Wenn der Akku schwächelt oder das Display zerspringt, landen sie oft komplett im Müll.
Dabei geht es auch anders:
Die ehrenamtlichen Kolleg*innen der Gruppe Berlin laden sie ein zu einem Repair Café für Smartphones. Unter fachlicher Anleitung können Sie dort Ihr Smartphone wieder fit machen. Sie erhalten zudem Informationen über die schmutzige Produktion und Entsorgung von Smartphones sowie zu Alternativen. Der Eintritt ist frei.

Wann:

Samstag, 3. Dezember 2016, 11 bis 16 Uhr

Wo:

Posteo Lab, Methfesselstraße 36, 10965 Berlin-Kreuzberg

 

Anmeldung Repair Café:

Die Zahl der Reparaturen ist begrenzt und nur für bestimmte Modelle und Schäden möglich. Deshalb bitten wir Sie, sich bis zum 28. November 2016 anzumelden: repaircafe@greenpeace.berlin

Bitte geben Sie dort Ihren Namen, die Marke und das Modell des Geräts sowie eine kurze Beschreibung des Defekts an. Sie erhalten dann weitere Informationen zum weiteren Ablauf wie Diagnose, Reparatur und zur Beschaffung von Ersatzteilen.

Wenn Sie nur zur Diagnose vorbeikommen möchten, brauchen Sie sich nicht vorher anzumelden. Weitere Informationen finden Sie unter: https://greenpeace.berlin/termin/repair-cafe-fuer-smartphones

Zusatzprogramm – ohne Anmeldung

Die Greenpeace-Gruppe Berlin bietet neben dem Repair Café einen Vortrag und einen Workshop für Kinder an.

Von 11 bis16 Uhr durchgehend: Workshop “Bunnies” (Kinderprogramm)

14 Uhr: Vortrag “Geplante Obsoleszenz”

Sammelaktion von alten Handys

Bringen Sie Ihr altes Smartphone oder Handy mit. Funktionstüchtige Smartphones spenden wir an die Flüchtlingshilfe, alle übrigen nutzen wir für Reparierschulungen oder führen sie einem fachgerechten Recycling zu.

 


		

Unsere NähWerkstatt hat eröffnet

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Die Maschinen schnurrten, die erste Jeans wurde geflickt und neugierig schaute der/die eine oder andere Nachbar_in in unseren Projektraum , um zu schauen, was dort passiert.

In unserer neu eröffneten NähWerstatt stehen uns zwei Nähmaschinen und eine erste Grundausstattung an Materialien zur Verfügung, also kommt vorbei mit euren Lieblingsstücken, die dringend der Reparatur bedürfen!

Gemeinsam möchten wir unsere Kleidung reparieren oder auch neu gestalten, uns über Näherfahrungen austauschen und eigene Fertigkeiten und -techniken weitergeben.

Ebenso freuen wir uns auf erfahrene Näher_innen, die ihre Kenntnisse weitergeben und uns in der NähWerkstatt tatkräftig unterstützen möchten sowie über Stoff- und Materialspenden.

Wo: Stadtbibliothek Tiergarten-Süd, Lützowstr. 27, 10785 Berlin

wann: regelmäßig jeden 2. und 4. Montag im Monat, 15.00 – 18.00 Uhr

Flyer zum Ausdrucken: flyerfinal2naehwerkstatt

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Wir und die Welt, die uns umgibt – ein kleiner Rückblick

Ein Gefühl für sich selbst und seine Um-Welt zu entwickeln – den großen und kleinen Teilnehmern unserer Angebote dabei zur Seite zu stehen – ist uns ein Anliegen.

Unser Gemeinschaftsgarten bietet den Raum, Stadtnatur mit allen Sinnen zu erfahren – und die Räume in der Stadtbibliothek Tiergarten bieten Platz zum gestalterischen Aufarbeiten des Erlebten, zum Erählen, Lesen, Basteln und Vielem mehr.

In unserem Sommerferienworkshop 2016 gingen Kinder gemeinsam mit Julia Westheimer auf die Suche nach Bodenlebewesen und konnten eine Menge darüber erfahren, wie wichtig es für uns Menschen ist, deren Leben zu schützen und zu erhalten.

Unser Boden – auf dem wir meist nur achtlos gehen und stehen – als Lebensgrundlage für Mensch und Tier.

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In einem weiteren Workshop in den Herbstferien 2016 gestalteten die Kinder ein großes Wandbild über das im Sommer Erlebte und präsentierten dieses und andere Arbeiten in einer kleinen Werkschau am 21.10.2016.

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Um meine Umwelt zu achten und zu pflegen, sollte ich erst einmal bei mir selbst damit anfangen.

Wir glauben, nur wer es gelernt hat, sich selbst gegenüber achtsam zu sein, kann überhaupt die Fähigkeit entwickeln, auch anderen und der Umwelt gegenüber Verantwortung zu übernahmen.

Deshalb liegt ein Schwerpunkt bei den Sprachlerngeboten von Babette Dombrowski auf der Persönlichkeitsbildung.

Unterschiedliche Methoden und Mittel führen spielerisch an eine Selbstreflexion heran.

Präsentiert wurden daher auch lebensgroß gestaltete Vorstellungen von dem, ‚was ich bin‘ (oder besser gesagt: sein will, wie z.B. die Nummer 7 zeigt).
Wünsche, Träume, Vorstellungen vom eigenen Leben, die immer auch dabei helfen können, sich selbst besser kennen zu lernen und zu orientieren.

Selbst erzählte Geschichten, persönliche Steckbriefe, ein Memory-Spiel mit den eigenen Konterfeis konnten ebenfalls von den Besuchern entdeckt werden.

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Alle haben sich über die zahlreichen Besucher bei unserer kleinen Werkschau gefreut, stolz und souverän führten die jungen Gastgeber durch die Bibliothek eröffneten anschließend im Nachbarschaftstreff das  – themengerecht gestaltete – Buffet, bei dem alle Besucher noch für eine Weile zum gemütlichen Gespräch beisammen saßen.

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www-berlin-de


Saatgut-Nachmittag in der Grünen Bibliothek

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Am 29.10. 2016 trafen sich Interessierte zum Saatgutreinigen und zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch im Projektraum der Grünen Bibliothek.

Aus unserem Gemeinschaftsgarten wachsenlassen kamen in diesem Jahr nur einige Kräuter- und Zierpflanzensamen, um so schöner, dass einige Teilnehmer Saatgut aus eigenen Gärten in und um Berlin mitbrachten.

Wir kamen bald auf die Frage, warum Saatgut überhaupt gereinigt wird?
Es spricht einiges dafür:
Möchte man eine größere Samen-Sammlung zuverlässig aufbewahren, ist es ratsam, den Samen von allen Pflanzenresten zu trennen, denn diese könnten Verunreinigungen in Form von Viren, Pilzen, oder auch kleinste Schadorganismen enthalten.
Im Handel spielt zudem das sogenannte 1000-Korngewicht eine Rolle, um genaue Mengenangaben machen zu können.
Zudem kann man mit  reinem Saatgut natürlich weit präziser aussäen, was im Produktionsgartenbau eine große Rolle spielt.

Daraus folgt aber auch, dass das Reinigen von Saatgut für den Hausgebrauch nicht unbedingt nötig ist, besonders, wenn es nur über die Wintersaison gebracht weden soll und die Aussaat nicht punktgenau erfolgen muss.

Es ist jedoch – meist – ein richtiges Vergnügen, sich damit zu beschäftigen (alleine und mehr noch in Gesellschaft),es ist anregend, aber auch meditativ.
Man lernt nebenbei viel über die Pflanzenphysiologie/Botanik und den eigenen, oft unscharfen, Blick (weshalb wir uns ab und zu mit einer Lupe beholfen haben.)

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Im Gegensatz zum letzten Jahr haben wir diesmal rein zufällig nur Stauden- und Kräutersamen bearbeitet:
Aus der gemeinnützigen Gemeinschaft Eden bei Oranienburg (www.eden-eg.de)  wurden zum Beispiel Seltenheiten wie die sehr kleinblütige Tagetes multiflora (aus Lateinamerika) ,

Перу и Боливия - 3 в 1 (Март 2014)
Bild: http://forum.awd.ru/viewtopic.php?f=462&t=223221&start=140

Lein/Flachs, Ringelblumen, eine aufregende Mischung verschiedener Kapuzinerkressen, Kalifornischer Goldmohn und andere für die LeihSämerei mitgebracht.

Die Tageteshüllen liessen sich nur durch zartes Reiben zwischen den Handflächen öffnen. Mit Glück konnte man die Samen dann durch Zwirbeln zwischen den Fingern herausfallen lassen, sonst müssen sie recht arbeitsintensiv herausgezupft werden.

ernte16-3Unsere Siebe können übrigens ausgeliehen werden! Kontakt: wachsenlassen@web.de

Der Lein – Linum usitatissimum ist noch genaus so hart wie im letzten Jahr:
Er wurde von uns zunächst im Leinenbeutel : ) gedroschen, dann durch verschiedene Siebe gerieben, zuletzt noch durch Pusten, bzw mit dem Wurfsieb von den letzten Hüllen getrennt.

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Aus einem Kleingarten nähe Südkreuz wurde unter anderem einjähriger Schopfsalbei – Salvia viridis (ssp. horminum)

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Bild: salbei-pflege.de/zierpflanze/salvia-viridis/

– aus der riesengroßen Salvia-Familie – gespendet. Dieser Salbei prunkt mit bunten Hochblättern, die Blüten sitzen unscheinbar quirlig am Stengel.
Er gab seine Samen auch nicht ohne weiteres her:
Zunächst wurden die Früchte von den kräftigen Stielen getrennt, doch die vielen Teilkapseln öffnet man nur durch kräftiges Walken im Leinsack und anschliessendes Reiben über den Boden eines Siebes. Durch Wegpusten der letzten Hüllreste erhält man schlussendlich das einigermaßen gereinigte Saatgut.

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Vom sehr informativen und anregenden Saatgut-Samstag am 15.10.2016 im Prinzessinengarten hatten wir
den wunderhübschen Mais ‚Black cuties’ ,
Zitronen-Katzenminze – Nepeta cataria var. citriodora,
und die Prunkwinde – Ipomea tricolor,
sowie von den Schönfärberinnen aus dem Färbergarten des Allmende-Kontors:
Färberwaid – Isatis tinctoria (aus Asien stammend, aber seit vielen Jahrhunderten das europäische Indigo),
Färber-Wau – Reseda luteola (uralte europäische Pflanze zum Gelb-Färben),
Carthamus tinctorius – die Färberdistel oder auch Saflor
und Chenopodium podagraria – den guten Heinrich (vom Aussterben bedroht)
mitgebracht.

Die Schötchen des Färberwaid öffnen sich nicht leicht, sie können jedoch im Ganzen ausgesät werden. Schneller geht es mit folgender Methode:
http://www.dyeplants.de/waidanbau.html

Nur unsere Herbstanemonensamen, Anemone hupehensis – werden nicht gereinigt.
Die klitzekleinen Samen sind fest mit den weissen, weichen, wattigen Fasern verbunden und werden in diesem Zustand in die Erde gelegt.

Hier eine kleine Anleitung, obwohl Anemonen weit einfacher über Ableger vermehrt werden:
Die Watte auseinanderziehen, in einen Topf oder auf die Gartenerde legen und angießen, damit das Ganze nicht wegfliegt.
Über Winter draussen lassen.
Vor starker Sonne und Trockenheit geschützt, bilden sich aus dem Samen im Frühjahr zarte Keimlinge, die zu Jungpflanzen heranwachsen.
Diese Pflanzen können sich sehr von der Ursprungspflanze unterscheiden.
Die kleinen Herbstanemonen sollten das erste Jahr nach Möglichkeit frostgeschützt überwintern.
Immerhin ein interessantes Experiment!

Beim Einsortieren der Samen in die Saatgutbibliothek wurde klar, dass man eigentlich nicht genug Informationen zu den Pflanzen haben kann – aber leider selten hat…
Einfach aus dem Grunde, weil wir schon beim Aussäen unser Augenmerk häufig direkt auf die Praxis von Hege, Pflege, Ernte richten.

So fällt die Archivierung der Samentüten häufig aus und man vergisst, danach zu schauen, ob das reale Pflanzenwesen auch die angekündigte Eigenschaften zeigt – oder andere. : )
Und im Rückblick ist es dann oft schwer, die spezifischen Eigenschaften noch zu beschreiben…

Deshalb an dieser Stelle noch einmal die Bitte an alle, Informationen zu den Pflanzen aufzuheben/zu sammeln und bei Spenden eben nicht nur das Saatgut, sondern auch die dazugehörigen Informationen großzügig ; ) weiter zu geben.

Was zu bedenken ist:
Saatgut verliert nach und nach seine Keimfähigkeit!

Viele Zwiebelgewächse, Lauch/Poree, Knoblauch, Schnittlauch, sowie Pastinake und Schwarzwurzel, verliern ihre Keimkraft beispielsweise oft schon nach wenigen Monaten, und sollten daher besser eingefroren aufbewahrt werden.
Auch Mais, Sellerie, Spinat, Fenchel und Möhren sollten nicht länger als
2-3 Jahre in unserer Leihsämerei auf Gärtner warten müssen.
Daher ist die diese auf einen lebhaften Leih-und-Rückgabe- Zyklus angewiesen, um sich ‚jung zu halten’ beziehungsweise das angebotene Saatgut durch Anbau immer wieder zu verjüngen.

Bitte seid neugierig, kommt, leiht, baut an, erntet und spendet!

DANKE!

Julia Westheimer und die LeihSämerei der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft,
Lützowstr. 27, 10785 Berlin

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Kamishibai trifft St. Martin –

– eine Holzbühne, traditionelle Geschichten, kleine fantasievolle Ideen und viel Spaß beim gemeinsamen Selbermachen.

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Die kleinen Laternen sind leicht selber zu machen mit Material, das so gut wie jeder zu Hause hat:

Teelichter, Butterbrotpapier, Malstifte, Draht und einen Stab, wir haben hier einfach kleine Äste aus dem Garten genommen, die noch zusätzlich schick aussehen.

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Wenn jeder seine eigene Laterne fertig gestellt hat, kann die Geschichte von St. Martin mit Bildern in der Kamishibai-Bühne erzählt werden und dann kann der Probelauf für den St.Martinstag beginnen.

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Das St. Martinslied hat übrigens im Original insgesamt 8 Strophen, hier die letzte als meine persönliche Bitte zum
9. November 2016 an St. Martin:

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin, o du Gottesmann,
nun höre unser Flehen an.
O bitt für uns in dieser Zeit
und führe uns zur Seligkeit.

Große und kleine Kamishibai-Fans treffen sich jeden 1. Montag im Monat um 16.30 in der Grünen Bibliothek unter der Leitung von Babette Dombrowski zum gemeinsamen Gestalten und Aufführen von Bildergeschichten.


NähWerkstatt in der Grünen Bibliothek

Am 14. November 2016 in der Zeit von 15.00 – 18.00 Uhr eröffnet unsere NähWerkstatt
in der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft!
Sie wird von da an jeden 2. und 4. Montag im Monat stattfinden.

Gemeinsam möchten wir unsere Kleidung reparieren oder auch neu gestalten, kleine Sachen wie z.B. Kuscheltiere selber nähen, uns zeigen lassen, wie man mit einer Nähmaschine näht, uns über Näherfahrungen austauschen, eigene Fertigkeiten und -techniken weitergeben und nicht zuletzt uns darüber freuen, beim Nähen nicht alleine zu sein!

Es stehen uns zwei Nähmaschinen und eine erste Grundausstattung an Materialien zur Verfügung, also kommt vorbei mit euren Lieblingsstücken, die dringend der Reparatur bedürfen.

Ebenso freuen wir uns auf erfahrene Näher_innen, die ihre Kenntnisse weitergeben und uns in der NähWerkstatt tatkräftig unterstützen möchten sowie über Stoff- und Materialspenden.

 

Wo: Stadtbibliothek Tiergarten-Süd. Lützowstr. 27.10785 Berlin
wann: jeden 2. und 4. Montag im Monat, 15.00 – 18.00 Uhr
weitere Informationen unter: wachsenlassen@web.de

Eine Kinderbetreuung werden wir untereinander organisieren, für Mal- und Lesestoff ist auf jeden Fall gesorgt.

Hier der Informationsflyer zum Ausdrucken: flyer1naewerkstattfinal

 

www-berlin-de

 


Sprech-Café in der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft

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Viel Spaß machte heute der gelungene Auftakt zum Sprech-Café im Nachbarschaftstreff im Anbau der Bibliothek Tiergarten-Süd.

Wir treffen uns von heute an jeden Donnerstag in der Zeit von 16.00 – 18.00 Uhr, um miteinander auf Deutsch zu reden, uns kennen zu lernen, (Sprach-) Spiele zu spielen und und und…wir freuen uns auf neue und alte Nachbarn und natürlich auch auf interessierten Menschen aus anderen Bezirken!

Das Sprech-Café wird organisiert vom Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Tiergarten-Süd in Koorperation mit der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft.

Kontakt: akfts@posteo.de

 

www-berlin-de

 

 

 

 


Neu im Kiez: Sprech-Café im Anbau der Bibliothek Tiergarten

Ein Sprech-Café als neuer Treffpunkt

Haben Sie vielleicht Lust auf einen Tee oder Kaffee mit den neuen
Kiezbewohnern?

Am 3. November 2016 wird es losgehen – mit unserem „Sprech-Café“!

Jeden Donnerstag von 16h-18h treffen sich interessierte
‚alteingesessene‘ Bewohner aus unserem Kiez mit Geflüchteten aus den
Einrichtungen in der Nähe, um zusammen deutsch zu sprechen und zu üben, sich
kennenzulernen, auszutauschen oder sich zu verabreden.

Wir freuen uns über einen lebendigen Treffpunkt am Donnerstag Nachmittag für alle neuen und alten Nachbarn.

Wer darüber hinaus Zeit & Lust hat, diese Idee durch regelmäßige
Anwesenheit zu unterstützen, kann sich gerne melden (akfts@posteo.de)
oder einfach donnerstags vorbeischauen.

Wir freuen uns auf Sie/Euch!

Wo: Nachbarschaftstreff im Anbau der Bibliothek Tiergarten-Süd, Lützowstr. 27, 10785 Berlin
Wann: Donnerstags von 16h-18h, Start 03.11.16

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Und hier der Flyer zum Ausdrucken: sprechcafe16


Saatgut tauschen und reinigen am 29. Oktober

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Wir freuen uns jederzeit über mitgebrachtes Saatgut für unsere LeihSämerei!

Der Flyer zur Veranstaltung als pdf: flyer-ls29-10-16

 


Wachsenlassen – Grüne Bibliothek der Nachbarschaft und Gemeinschaftsgarten

was wir sind und was wir machen –

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Die Stadtteilbibliothek Tiergarten Süd stellt – trotz ihrer geringen Größe – als die einzige öffentliche Bildungseinrichtung im Quartier, die (nahezu) kostenlos genutzt werden kann, einen unverzichtbaren, zentralen Bildungsstandort für die Anwohnerschaft dar. Sie verfügt über zwei entscheidende Vorteile, wodurch es gelingen kann, ihren Standort dauerhaft zu erhalten:

  1. Die direkte Einbindung an das neu entstehende soziokulturelle Zentrum Villa Lützow mit seinen auf dem großen Außengelände angesiedelten Gartenprojekten und den professionellen Akteuren im soziokulturellen Bereich. Dieses zukünftige Kiez Zentrum wird gemeinsam mit dem Jugendamt Berlin Mitte und den vor Ort ansässigen Trägern konzipiert und organisiert.
  2. die Nutzung des vorhandenen Anbaus als nachbarschaftlichem Treffpunkt mit Bildungsangeboten, Mitmach-Workshops, Beratungsangeboten, – als Ort der Wissensvermittlung und Gemeinwesenarbeit.

Seit 2014 werden mit der Projektarbeit der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft und deren Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaftsgarten wachsenlassen – der von der BVV Mitte 2016 „als Aktionsfläche für das soziokulturelle Zentrum als Ort, wo Stadtmenschen, insbesondere Kindern, Naturleben und Umweltwissen vermittelt wird, als erhaltenswert und schützenswert“ anerkannt und sein Erhalt damit beschlossen wurde die Idee des Gärtnerns in der Stadt und die damit verbundenen Bildungsmöglichkeiten ebenso aufgegriffen und weiterentwickelt wie interaktive Sprachlernangebote ausgebaut.

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Bibliotheken werden in der heutigen Zeit immer wichtiger als Aufenthalts- und Kommunikationsorte, die ein grundlegendes Angebot an Wissensquellen unabhängig von sozialer, kultureller, ethnischer oder geschlechtlicher Herkunft zur Verfügung stellen.

Das Gleiche hat sich mittlerweile für urbane Gärten herauskristallisiert.


Bürger_innen brauchen in ihrer direkten Lebenswelt den öffentlichen und gut erreichbaren Zugang zu Orten des lebenslangen Lernens, die man im Stillen oder in Gemeinschaft mit anderen nutzen kann. Orte, an denen nicht nur Materialien zur Wissenserweiterung kostenlos oder preisgünstig zur Verfügung gestellt werden, sondern auch Beratung, Unterstützung und Gemeinschaft erfahren werden können.

Um die am Standort vorhandenen Potentiale aufzugreifen, wurde gemeinsam mit dem Amt für Weiterbildung und Kultur, FB Bibliotheken, eine Profilierung mit den Schwerpunkten ‚urbanes Gärtnern, ökologisches Stadtleben, nachhaltige Lebensführung‘ erarbeitet, die durch das Projekt – BELESEN – Bewusst Leben und Lesen – Neuprofilierung der Stadtbibliothek Tiergarten Süd – Projektzeitraum Juli 2016 – Dezember 2018 konkret umgesetzt werden soll. Das besondere Ziel ist, auch über den Projektzeitraum hinaus den Standort Bibliothek Tiergarten-Süd erfolgreich aufrechterhalten zu können.

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Die Grüne Bibliothek der Nachbarschaft und der Gemeinschaftsgarten wachsenlassen stellen folgende Angebote bereit:

  • Gärtnern in der Stadt
  • Gärtnern mit Kindern im Vorschulalter
  • Garten-Kunst-handwerklich-orientierte Workshops / für Kinder auch als Ferienangebote
  • kreative Sprachlernangebote in kleinen Gruppen für Kinder ab dem Vorschulalter und Erwachsene mit nichtdeutscher Muttersprache mit dem Schwerpunkt Umwelt, nachhaltige Lebensstile
  • Beratung zu Fragen der nachhaltigen Lebensgestaltung
  • Repair Café – Schwerpunkt Nähen
  • Pflege und Beratung zu einer LeihSämerei, in der selbst gewonnenes Saatgut eingestellt und entnommen werden kann

Alle unsere Angebote legen Wert auf einen gepflegten Umgang mit der deutschen Sprache und auf die Vermittlung von Gedanken einer nachhaltigen Lebensführung unter Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte

Wir pflegen gute Kontakte zu andern sozio-kulturellen Akteuren vor Ort und Berlinweit und freuen uns über Zusammenarbeiten und Kooperationen.

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Das Projekt BELESEN – Bewusst Leben und Lesen – Neuprofilierung der Stadtbibliothek Tiergarten Süd – wird gefördert durch:

www-berlin-de


Holunderbeeren-Ernte 2016

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Wir mussten in diesem Jahr reichlich suchen, um genug Beeren für unsere Holundersaft-Herstellung zu finden.

Zumindest rund um und im Familiengarten in Tiergarten-Süd war die Ausbeute leider kärglich. Es ist ja bekannt, dass die einzelnen Dolden an einem Strauch zu unterschiedlichen Zeiten reifen, aber wir fanden leider meist nur Dolden, bei denen die einzelnen Beeren nicht gleichzeitig reif geworden waren. So sahen leider die noch besseren Varianten aus:

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Nun denn, der Holunder ist nun einmal ein mythisches Gewächs und wer weiß, mit was für Problemen die in ihm wohnende Schutzgöttin Holda in diesem Jahr beschäftigt war…

Holundersaft ist sehr einfach herzustellen:

Zuerst streift man die reifen (!), tief dunkelrot bis violetten Beeren mit einer Gabel von den Dolden ab, in unserem Fall ging noch einmal viel Zeit zum Aussortieren der noch grünen Beeren drauf.

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Aber dafür konnten wir endlich wieder einmal gemütlich zusammen sitzen und miteinander plaudern. (Dies allein schon ein Grund dafür, einen Gemeinschaftsgarten mitten in der Stadt zu haben).

Danach wäscht man die Beeren und setzt sie mit Wasser, Zucker und Zitronensaft auf, als Mischungsverhältnis kann man als Grundwert 500 Gramm Zucker und Saft einer halben Zitrone auf 1 Kg Beeren und ½ Liter Wasser verwenden, alles andere ist Ausprobieren und Geschmackssache.

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Beeren durch ein Tuch ausdrücken, damit möglichst viel des leckeren Saftes erhalten bleibt.

In saubere und mit kochendem Wasser sterilisierte Flaschen abfüllen, es ist auch empfehlenswert, die gefüllten und verschlossenen Flaschen noch einmal für ca. 30 Minuten im Wasserbad zu erhitzen. Dann hält der wohlschmeckende Saft sicherlich bis zur nächsten Erkältung.

Holundersaft hilft gegen Fieber, Husten und Heiserkeit und stärkt durch seinen hohen Vitamin C-Gehalt die Abwehrkräfte.

Vorsichtig beim Erwärmen: Damit das hitzeempfindliche Vitamin nicht zerstört wird, den Saft nicht kochen.

 

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Sprache und (Selbst-) Bewusstsein

Wenn ich mich in einer Sprache zurechtfinde, sie ‚beherrsche, wie man allgemein zu sagen pflegt, dann führe und leite ich, ich weiß Bescheid, ich durchblicke und überschaue etwas, ich bin orientiert, bin sicher und weiß etwas.

Ich fühle mich heimisch in dieser Sprache, kann anderen etwas über mich erzählen und meine Bedürfnisse ausdrücken.

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Wer bin ich?

Was gehört zu mir?

Ich benenne meine Zehen, meinen Fuß, meinen Unterschenkel, mein Knie, meinen Oberschenkel.

Ich setze mich zusammen aus vielen Teilen, deren Bezeichnungen ich weiß und fange an, immer genauer beschreiben zu können, ob mir zum Beispiel mein kleiner Zeh, mein Mittelfinger oder mein Herz wehtut.

Selbstwirksamkeit erfahre ich durch meine eigenen Tätigkeiten.

Ich kann schneiden, malen, schreiben, hämmern,sägen und bewirke etwas durch mein Handeln.

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Ich kann mich anschauen und fragen: wer ist diese Person im Spiegel?

Wie sieht sie aus?

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So, wie auf meinen Zeichnungen zum Memory?

Ist mir das Portrait gelungen?

Erkenne ich mich wieder, erkennen mich die anderen?

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Oder bin ich so, wie der Held im roten Trikot mit der Nummer 7?

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Was ist Wunsch, was ist Ziel?

Wie komme ich dahin, Wunsch und Wirklichkeit einander anzunähern?

Was kann ich dafür tun?

Wenn ich eine Sprache beherrsche, mich in ihr ausdrücken kann, eröffnen sich mir die Möglichkeiten, mir meiner selbst bewusst zu werden und anderen mitteilen zu können, was ich denke,fühle, was ich gerne möchte und was ich verändern will. Ich erkenne Zusammenhänge und beginne, mich und meine Umwelt etwas besser zu verstehen.

Und vielleicht erwacht in mir dadurch eines Tages der Wunsch, meine Leben und meine Umwelt gemeinsam mit anderen aktiv mitzugestalten.

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Die Grüne Bibliothek der Nachbarschaft bietet Sprachangebote im kleinen Kreis, in welchen darauf Wert gelegt wird, zu lernen, sich selbst gut und verständlich in der deutschen Sprache auszudrücken.
Wir basteln, handwerken, gärtnern, kochen und essen auch mal gemeinsam, lesen, schreiben, malen, erzählen und reden über, was mir machen,was wir denken, was wir fühlen, was uns interessiert.

Leitung Sprachlernangebote: Babette Dombrowski


Unser Boden – unsere Lebensgrundlage

Unser Boden – Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen, unverzichtbare Grundlage der Ernährung, Grundlage für die Einrichtung von Wohn-, Arbeits- und Freizeitstätten, Grundlage für Bedürfnisse nach Kontrolle über Raum und Besitz – wird er von uns noch anders wahrgenommen als der unangenehme Dreck unter unseren Füßen?

In unserem Ferienworkshop für Kinder ‚Wer lebt in unserem Boden – Boden und Bodenlebewesen kennenlernen‘ in den Sommerferien 2016 wollten wir versuchen, das ein wenig zu verändern und für die Wahrnehmung unseres Bodens als Lebensgrundlage und Lebensraum zu sensibilisieren.

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Wir näherten uns an über die Sinneswahrnehmungen.
Barfuß mit verbundenen Augen über verschiedene Bodenarten laufen, riechen, fühlen, analysieren, ist Boden gleich Boden, gibt es Unterschiede und wie sehen diese aus?

Für manch eine /einen war schon die Herausforderung zu groß, barfuß über diesen Dreck zu laufen…

Wir näherten uns dem Boden weiter an über die Tiere, die in ihm leben, ihn letztendlich ‚herstellen‘ und somit – falls wir ihnen die Chance geben und ihren Lebensraum erhalten – dafür sorgen, dass wir Menschen einen fruchtbaren Boden zum Anbau unserer Nahrungsmittel zur Verfügung haben.

Wo leben welche Tiere? Wer bevorzugt welchen Lebensraum? Was fressen sie und wie stellen sie neuen, fruchtbaren Boden her?

(und sind sie wirklich so eklig, wie viele beim ersten Anblick finden oder entdecken wir neue Lebenswelten und -wesen, wenn wir sie eingehender betrachten und mehr über ihre Lebensweise erfahren?)

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Da wir die Tiere über die Tage beobachten und zeichnen wollten, erhielten sie von uns ausreichend – wie wir hofften – ausgestattete Übergangswohnungen, welche wir mit Erde, Blättern, Holz und Feuchtigkeit auslegten.

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Nun konnte das Beobachten beginnen.

Mit Hilfe von Schaubildern und Büchern aus unserer Bibliothek versuchten wir, die Tiere zu bestimmen und mehr über ihre Lebensweise zu erfahren.

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Unser ‚bester‘ Fund: Der gemeine Mistkäfer!

 

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Und eine Marienkäferlarve, die wirklich nicht wie ein Marienkäfer aussieht, die aber, besonders in ihrem letzten Stadium, ganz, ganz viele Blattläuse frisst.

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Es entwickelte sich nach ungläubigem Staunen darüber, dass und vor allem wie der Regenwurm ‚unseren Boden herstellt‘ sogar so etwas wie Ehrfurcht ihm gegenüber, anfassen mochten ihn aber nach wie vor die wenigsten.

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Wir haben Feuerkäfer, Marienkäfer (-larven), Mistkäfer, Asseln und Regenwürmer kennengelernt und etwas über ihre Lebensweise und ihren Lebensraum, den Boden erfahren.

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Wir haben viel Spaß miteinander gehabt beim Entdecken,Erfahren, Zeichnen, Malen, Erzählen und vielleicht denkt zukünftig der eine oder andere kleine Mensch daran, wie schützenswert und wichtig unser Boden und die darin lebenden Tiere für uns sind…

Und als wir die Tiere am letzten Tag wieder frei gelassen haben, waren doch alle sehr erleichtert, dass sie alle (?!) überlebt haben.

Jeden Freitag, in der Zeit von 14.15 – 16.00 Uhr, geht es in der Grünen Bibliothek weiter mit Erkundigungen im Garten und in der Bibliothek

Viel Wissenswertes über den Boden und seinen Erhalt findet sich auf: http://saveoursoils.com/de

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Zusammen: im Garten und in der Bibliothek

Neues Angebot am Freitag in der Grünen Bibliothek

vorlesen nachlesen Bäume Bücher
BlumenBuntes Grünes blättern
spielen handwerken entdecken ausprobieren und erzählen …!

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Wo: Stadtbibliothek Tiergarten, Lützowstr. 27, 10785 Berlin

wann: jeden Freitag von 14.00 – 16.00 Uhr (Start: 23.9.2016)

Leitung: Julia Westheimer

Zusammen: im Garten und in der Bibliothek ist ein offenes Angebot, für alle, die Spaß daran haben, sich mit Garten, Umwelt und Büchern zu beschäftigen. Begrenzte Teilnehmerzahl. Einfach zum Schnuppern vorbeizukommen ist immer möglich. Möglichst wetterfeste Kleidung mitbringen.

Und hier der Flyer zum Ausdrucken: flyer-zusammen-im-garten

www-berlin-de


Buchwerkstatt in der Grünen Bibliothek

 

 

Wir laden ein zur

Buchwerkstatt

erzählen – malen – schreiben – gestalten

Klein und groß und jung und alt – alle gestalten gemeinsam ein mehrsprachiges Bilderbuch.

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Wo: Stadtbibliothek Tiergarten, Lützowstr. 27, 10785 Berlin
Wann: jeden Dienstag von 16.00 – 18.00 Uhr (Start: 6.9.2016)
Leitung: Babette Dombrowski

Die Buchwerkstatt ist ein offenes Angebot, für alle, die Spaß daran haben, mitzumachen. Begrenzte Teilnehmerzahl. Einfach zum Schnuppern vorbeizukommen ist immer möglich.

PDF zum Ausdrucken: Flyer1, 5.9.16

www-berlin-de


Tagesseminar Gemüse- und Kräutervielfalt

Gemüse und Kräutervielfalt – entdecken und erhalten

Einführung in die Saatgutgewinnung im eigenen Garten

 Tagesseminar für Einsteiger

Wann:   Samstag 17.09.2016, 10:30 Uhr – 15:00 Uhr

Unkostenbeitrag: 25 €,  Anmeldung bei Ute Boekholt unter 0157/84496984, boekholt.ute@web.de

anschließend „Offener Gartensalon“

zum Nachfragen, Besprechen, Fachsimpeln…mit Essen u. Trinken, nicht nur für Seminarteilnehmer/innen

Wo:  Gemeindehaus Alt-Rosenthal, Bahnhoftr. 3/
Saatgut-Permakulturgarten Alt-Rosenthal

Bahnhofstr. 2

15306 Alt-Rosenthal

Dieses Anfängerseminar vermittelt Grundkenntnisse zur Gewinnung von Saatgut Ihrer Lieblings Gemüse-und Kräutersorten, es eröffnet ein neues, interessantes Spektrum des Gärtnerns und macht unabhängig vom Samentütchen-Angebot des Handels.

Seit ca.8 Jahren baue ich in meiner kleinen Gärtnerei (zwischen Oderbruch und Märkischer Schweiz)  Gemüse, Kräuter und Nutzpflanzen nach Permakulturprinzipien an, um Saatgut zu gewinnen und diese Sorten zu erhalten. Dabei lege ich Wert auf alte, robuste und natürlich schmackhafte Sorten, alle „Gemüse“ werden ausschließlich im Freiland vermehrt..

Meine dabei gewonnenen Erfahrungen und mein Wissen möchte ich an Sie weitergeben.

Ich bin Netzwerkpartner vom VERN e.V. und mein Betrieb ist Öko-zertifiziert. Unter SAMENBAU-NORDOST, ein Zusammenschluß von mittlerweile 5 Gärtnereien, vertreibe ich das Saatgut im Internet.

Tagesablauf

10:30 – 12:15    Eine theoretische Einführung: Wie entstanden unsere Gemüsearten überhaupt?
Was sind samenfeste Sorten- was Hybride?
Welche Gemüse/Kräuterarten kann ich einfach vermehren – Warum und Wie
12:15 – 12:30 Pausenimbiß und Erfahrungsaustausch
12:30 – 15:00 Praktische Beispiele im Garten, kleine Bestäubungsbiologie,
15:00 – 18:00 „Gartensalon“  Vielfaltsküche
Erfahrungsaustausch, Beantwortung von Fragen, Fachsimpeln, evt.Gartenführung

Offen für weiteres Publikum

Anreise: per Bahn, mit der Regionalbahn Berlin/Lichtenberg-Kostryn, hält alle 2 Stunden (10:29 Uhr, 13:00 Uhr…..) in Alt-Rosenthal, 1min vom Veranstaltungsort.
Mit dem Auto: die B1 bis Worin, bzw. von Seelow kommend bis Diedersdorf, Görlsdorf durchfahren, Wegweiser Alt-Rosenthal, Parkplatz am Bahnhof

Informationen als pdf: Tagesseminar_Gemüse und Kräutervielfalt_UB-1


       


Ein neues Sprach-, Lese- und Bastel-Angebot in der Grünen Bibliothek

Am 16. September, mit Aktionen einen ganzen Nachmittag lang, beginnt das neue Sprach-, Lese- und Bastelangebot für ALLE von und mit Susanne Dorén:

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Wir wünschen viel Spaß beim kreativem Spiel rund um Sprache!

Den Informationsflyer zum Ausdrucken finden Sie hier: Buch-Papier-Stift-Schere


Gemeinsam Holundersaft herstellen

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Am Samstag, den 27. August 2016 um 14.00 treffen wir uns in der Grünen Bibliothek, Lützowstr. 27, 10785 Berlin, um Holunderbeeren im Familiengarten zu ernten und diese danach gemeinsam zu Saft zu verarbeiten.

Wer Lust hat, dazu zu kommen, schicke bitte eine kurze Mail an: wachsenlassen@web.de

Bitte Zutaten und Flaschen selber mitbringen.

 

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Die Kamishibai-Frau ist wieder da!

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In der letzten Woche der Sommerferien starten wieder unsere regelmäßigen Kamishibai-Veranstaltungen in der Grünen Bibliothek für große und kleine Fans des japanischen Erzähltheaters.

Den Flyer zum Ausdrucken findet ihr hier: Kamishibai_Gemeinsam_August16


Lehmofen-Backtag im Familiengarten in Tiergarten-Süd

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Am kommenden Samstag, den 2. Juli, ist im Familiengarten wieder Backtag, wie
jeden ersten Samstag im Monat.

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Wie üblich, werden alle Vorbereitungen so getroffen sein, dass der Ofen gegen 15.00 Uhr angeheizt sein wird.

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Der Lehmofen verfügt über zwei Backkammern, in einer darf nur Halāl-Fleisch zubereitet werden.

Eine vorherige Benachrichtigung unter wachsenlassen@web.de, wenn man dazu kommen möchte, erleichtert die Entscheidung, ob ein oder zwei Öfen angeheizt werden müssen.

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Das Backen im Lehmofen bietet vielfältige Möglichkeiten, macht eine Menge Spaß und nach unseren bisherigen Erfahrungen können wir sagen:
Kuchen, Aufläufe, Brote und vieles mehr aus dem Lehmofen schmecken großartig!

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Der Familiengarten befindet sich in der Lützowstr. 28, Ecke Kluckstr., 10785 Berlin und der Lehmofen-Backtag an jedem ersten Samstag im Monat ist ein offenes Angebot für die Nachbarschaft und andere Interessierte.


Teatime & ABC-Spiele

Hitze? Fussball? Schwimmbad?
Aber auch ABC-Spiele für alle !
Immer freitags von 16.30-17.30 Uhr in der Grünen Bibliothek/ Lützowstr. 27, 10785 Berlin.

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Außerdem:
TEATIME & Informationen zu allen Angeboten der Grünen Bibliothek!
Freitags von 12.30-16.00 Uhr. (Kuchen & Tee gegen Spende – wir sammeln für neue schöne Schachfiguren!)

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ABC-Thema am 23.6.16: Der Baum

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Thema im Juli 2016: Reiseträume, Flaggen-Alphabethe, die weite Welt – wir bereiten uns auf die Sommerferien vor.

Auf neue und alte Sprachbastler-und bastlerinnen freut sich wie immer
Susanne Dorén

Anmeldung von Gruppen unter:
gruenebibliothek@web.de

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Gemeinschaftsgarten in Berlin Tiergarten

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Unser Gemeinschaftsgarten wachsenlassen befindet sich auf dem Gelände des Familiengartens Mitte, Lützowstr., Ecke Kluckstr. in Berlin Tiergarten.

Wir möchten mit unserem Garten einen ökologisch sinnvollen und angenehmen grünen Aufenthaltsort im Kiez schaffen und erhalten. In den Vormittagsstunden gärtnern wir mit Kindergartenkindern aus der Nachbarschaft, unser Garten ist offen für alle Menschen, die sich dort aufhalten und engagieren möchten.

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Auch wenn momentan keine eigenen Einzelbeete zu vergeben sind, würden wir uns über neue Mitgärtner_innen freuen, die den Garten gemeinsam mit uns pflegen, an seinem Erhalt mitarbeiten und ihn eigenständig weiter gestalten. Es gibt noch genug Bereiche, um die man sich kümmern, die man anlegen und verschönern kann.

Anfragen bitte unter wachsenlassen@web.de oder zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Tiergarten persönlich in der Grünen Bibliothek.

Das gesamte Gelände (Jugendamt Berlin Mitte) befindet sich in der Entwicklung zu einem sozio-kulturellen Zentrum für den Kiez, welches seit neusesten auch schon einen Namen hat: Villa Lützow.

Die seit Jahren ansässigen unterschiedlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe, Vereine, Institutionen und Gärtner_innen haben gemeinsam mit dem Jugendamt Berlin Mitte ein Konzept dafür erarbeitet, auch Anwohner wurden nach Möglichkeit immer wieder in diesen Prozess eingebunden.

Leider lässt der dazu notwendige Umbau der Häuser noch auf sich warten (der ursprünglich geplante Baubeginn zum 1.1.2016 wurde nun vorläufig auf Dezember 2016 verschoben) und obwohl der Berliner so etwas ja gewohnt ist, ist es für alle Nutzer und Gestalter des Geländes nun erschwert, dort zu arbeiten, zu gärtnern und/oder sich einfach einmal entspannt aufzuhalten.

Vandalismus und Vermüllung haben in den letzten Wochen drastisch zugenommen und – obwohl es nicht in Frage gestellt ist, dass hier in Zukunft ein öffentliches Gelände mit unterschiedlichen Betreuungs-, Beratungs- und Freizeitangeboten für alle Menschen im Kiez entstehen wird – wurde nun beschlossen, die Nutzung des Gartengeländes für einige Zeit einzuschränken.

Es wurde erst einmal ein generelles Grillverbot ausgesprochen, am Wochenende und unter der Woche abends ab 19.00 Uhr wird der Garten bis auf Weiteres erst einmal nur für die direkten Nutzer und Gestalter des sozio-kulturellen Zentrums Villa Lützow zugänglich sein, bis eine andere Regelung gefunden werden kann.

Nun hoffen wir auf Verständnis aus der Nachbarschaft für die eingeschränkten Öffnungszeiten und vielleicht finden sich ja dadurch (dass der Garten nicht mehr jedes Wochenende von Grillhorden überrannt und vermüllt wird) auch mehr Menschen, die an der Entwicklung des Geländes und somit auch an der eines soziokulturellen Zentrums für Berlin Tiergarten mitarbeiten möchten.

Wir würden uns darüber sehr freuen!

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Totgesagte leben länger

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Das von mir auf allgemeinen Beschluss hin in der letzten Woche geschlossene Tauschregal (alle, die versucht haben, dort Ordnung zu halten, haben das Handtuch geworfen wegen permanenter Vermüllung, Verdreckung, Verschlampung…) ist zügig wieder von unbekannter Hand geöffnet worden und – man mag es nicht glauben – ich habe das Gefühl, dass es seither etwas ordentlicher zugeht.

Hat unser Tauschregal noch eine Chance?

(Also noch einmal vor dem endgültigem Abriss: wer sich um Ordnung im Tauschregal kümmern möchte, melde sich bitte unter: wachsenlassen@web.de oder persönlich in der Bibliothek Tiergarten zu deren Öffnungszeiten)


Kartoffeln und Kamishibai

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Was der neue Kartoffelpott vor der Grünen Bibliothek soll…

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weiß nur die Kamishibai-Frau…

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Kamishibai: kreativ und vielfältig

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Einige Pappen, etwas Bastelmaterial, ein traditionelles Kinderlied und viele schöne Ideen, die bald wie von selbst kommen bei der Herstellung eigener Kamishibai-Bögen.

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Jeden ersten Montag im Monat können Interessierte in der Grünen Bibliothek in der Bibliothek Tiergarten gemeinsam mit Frau Dombrowski ihr eigenes Kamishibai gestalten.

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Themen und Materialien sind frei wählbar, wobei – dem Anspruch der Grünen Bibliothek gemäß – Natur und Umwelt bei unseren Angeboten immer mit dabei ist.

Und wo lassen sich Vogelnamen leichter und spielerischer lernen als bei dem (hoffentlich immer noch) bekannten Kinderlied: Die Vogelhochzeit (Text: Hoffmann von Fallersleben)?

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Und natürlich kein Kamishibai ohne Aufführung!

Die ‚eigene‘ Geschichte vorgeführt zu sehen, ist immer wieder ein Erlebnis für Groß und Klein.

Übrigens: Als besonderer Gast hat an  diesen Montag eine japanische Dame, die momentan Deutschland bereist, an dem Kamishibai-Angebot teilgenommen. Sie interessiert sich sehr für diese alte traditionelle Erzähltechnik ihres Landes und erzählte, dass diese in Japan leider nicht mehr sehr gepflegt werde. Und daher sei sie extra in die Grüne Bibliothek gekommen, um zu erfahren, wie das Kamishibai hier in Deutschland wieder zu Ehren kommt.


Langer Tag der StadtNatur in Tiergarten

Am langen Tag der StadtNatur gibt es in unserem Kiez unter fachlicher Führung sicherlich Interessantes und auch Unbekanntes über den alten Lieblingspark zu erfahren:

Großer Tiergarten – gestern, heute und in Zukunft

Leitung: Jürgen Götte

Für: Kinder ab 10 Jahren, Jugendliche, Familien, Erwachsene

Anbieter: Bezirksamt Mitte, Straßen- und Grünflächenamt

Ort/Start: Tiergarten, Straße des 17. Juni 31, 10785 Berlin, vor dem Grünflächenamt

Anfahrt: Bus 100 Haus der Kulturen der Welt, Bus M41, 200 Philharmonie + 10 Min. Fußweg

Diese Veranstaltung wird von Dr. Christian Hanke, Bezirksbürgermeister von Mitte, begleitet.

Der Große Tiergarten ist die älteste öffentliche Parkanlage Berlins. Wo heute das Venusbassin zum Verweilen einlädt, führte nach dem Zweiten Weltkrieg die verkehrsreiche Entlastungsstraße vorbei. Wie gelang nach deren Rückbau die Rekonstruktion der Grünanlage nach historischem Vorbild und wie arbeiten Grünpflege und Denkmalschutz dabei zusammen? Im Rosengarten zeigen wir auf, wie sich die Bepflanzung im Laufe der Zeit verändert hat, warum hier Tierskulpturen stehen und blicken auf die erst 2014 erneuerten Kolonnaden. Auf der Luiseninsel zeigt sich, was vom historischen Erbe geblieben ist und welche Probleme sich heute ergeben. Ist die Luft sauber genug für das Marmorstandbild der Königin? Kann das Grünflächenamt auch weiterhin die Bepflanzung des Schmuckpflanzenparterre gewährleisten? Welche Probleme bereiten Kaninchen im Park für die Grünpflege?

2017 findet in Berlin eine Internationale Gartenausstellung statt (IGA 2017 Berlin). Der Hauptstandort der IGA ist in Marzahn-Hellersdorf. Darüber hinaus können in jedem Bezirk ausgewählte Grüne Orte Berlins auf dem Weg zur IGA erkundet werden. Der Große Tiergarten in Mitte gehört zu diesen Orten.

Weitere Informationen unter:

http://2016.langertagderstadtnatur.de/angebote/details/2489


Hilfe, wir ersticken im Müll!

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So idyllisch könnte der Blick auf das schöne Gelände Familiengarten Kluckstraße aussehen, ein Ort für engagierte sozio-kulturelle Arbeit und ein nachbarschaftlicher grüner Treffpunkt – mitten im Kiez Tiergarten-Süd!

Leider sieht die Realität zunehmend anders aus wie hier am Eingang Kluckstraße, ein Weg, den die Sozialpädagog_innen von Kidz e.V. häufig mit Kindern und Jugendlichen nehmen…und ein mindestens ebenso häufig genutzter Ort des Prostitutionsvollzugs:

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Im Garten selber besteht eher das Problem der massiven Vermüllung durch externe Nutzer:

Es ist ausdrücklich gewünscht, dass der Familiengarten ein öffentlich zugänglicher Ort für die Nachbarschaft sein soll, zum entspannten Aufenthalt im Freien, für Spiel, Spaß und Erholung. Und natürlich kann dann dort auch gepicknickt oder gegrillt werden.

Was auch ausgiebig genutzt wird.

Was jedoch leider nicht geschieht ist, dass die Nutzers des Platzes auch Verantwortung für das Gelände selbst übernehmen.
Vandalismus und eine starke Vermüllung sind zunehmend an der Tagesordnung, besonders nach den Wochenenden.

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Der Familiengarten Mitte ist ein Gelände des Jugendamtes. In den Gebäuden des Geländes (wovon das Haupthaus momentan wegen zukünftiger Sanierung geräumt ist) leisten unterschiedliche Träger und Initiativen seit Jahren wichtige sozio-kulturelle Arbeiten für den Stadtteil.

Neben den Trägern der Kinder-und Jugendhilfe Kidz e.V. und FiPP e.V. sind Kombi – Kommunikation und Bildung, Gladt e.V. und der Stadtteilverein Tiergarten e.V. vor Ort tätig. Ergänzt wird das Angebot durch den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen und den Interkulturellen Garten City. Auch die Bibliothek Tiergarten, am Eingang des Geländes gelegen, ist dem sozio-kulturellen Zentrum zugehörig.

Die o.g. Träger vor Ort bemühen sich regelmäßig, dass schöne Außengelände zu pflegen, in Arbeitseinsätzen und Aktionstagen entmüllen Gärtner_innen und/oder Sozialpädagog_innen mit ‚ihren‘ Kindern und Jugendlichen den Außenbereich.

So geschehen in der letzten Woche durch Mitarbeiter_innen von Kidz e.V. mit einer großen helfenden Kindergruppe.

Noch einmal herzlichen Dank an alle für diesen stundenlangen Einsatz!

Auch neben dem Anbau der Bibliothek, in welchem sich aktuell der neue Nachbarschaftstreff und die Grüne Bibliothek der Nachbarschaft befinden, wird von den Mitarbeiter_innen vor Ort immer wieder gegen die Hinterlassenschaften des regen Prostitutionsvollzugs gekämpft.

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(Hier ein Bild im sozusagen jungfräulichem Zustand nach dem Saubermachen, leider immer nur ein sehr kurzfristiger Zustand)

Entsetzen und die Frustration waren groß, als einige von uns ein, zwei Tage nach der großen Säuberungsaktion vom 23.5. in den Garten kamen:

Der erste Müll war schon wieder da, anscheinend ist ihm so, wie wir es bisher versuchen, nicht beizukommen!

(Zitat Gärtnerin: „Der Garten hat zunehmend den Charme einer öffentlichen Toilette“ – wozu er auch gerne benutzt wird – besonders im mit Bäumen und Büschen bewachsenen Bereich des Gemeinschaftsgartens wachsenlassen.)

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Was tun?

Pädagog_innen und Gärtner_innen sind zunehmend ratlos.

Auch wenn von allen nach wie vor gewünscht wird, dass das Gelände öffentlich und nachbarschaftlich genutzt werden soll, ist es ebenso eine Tatsache, dass es den Akteuren vor Ort nicht möglich ist, den ganzen Müll derjenigen, die das Gartengelände nur zu einem kurzfristigen Aufenthalt nutzen, regelmäßig wegzuräumen.

Und ja, die Bereitschaft sinkt natürlich auch sozusagen täglich, mit jedem neuen Müll…

 

Im Leitbild des zukünftigen sozio-kulturellen Zentrums auf dem Gelände des Familiengartens, das die Vereine und Initiativen gemeinsam erarbeitet haben, finden sich auch folgende Zeilen:

Wir pflegen gegenseitige Wertschätzung und Respekt.
Wir legen Wert auf den achtsamen Umgang mit Menschen, Natur und Umwelt.
Wir haben keinen Platz für Ausgrenzung und Diskriminierung.

Und, liebe Nutzer des Familiengartens Mitte, das bedeutet auch:
Wir haben keinen Platz für euren Müll!

Bitte haltet das Gelände sauber und freut euch darüber, dass es so einen Platz in eurer direkten Nachbarschaft (noch) gibt!

Und tut etwas dafür.

Und wenn nicht, wer oder was hilft uns dann?

 


Vielfalt im Bilderbuch: Der Medienkoffer „Familien und vielfältige Lebensweisen“ für Kindertageseinrichtungen

Wir freuen uns, auf folgende Veranstaltung unserer Kolleg_innen von
Kombi – Kommunikation und Bildung
in der Bibliothek Tiergarten aufmerksam machen zu dürfen:

 

Vielfalt im Bilderbuch:
Der Medienkoffer „Familien und vielfältige Lebensweisen“ für Kindertageseinrichtungen

Termin: 5. Juli 2016, 16.00 – 18.00 Uhr
Ort: Bibliothek Tiergarten Süd
Lützowstr. 27, 10785 Berlin

Diese Kooperationsveranstaltung der Bildungsinitiative QUEERFORMAT, des Sozialpädagogischen Fortbildungsinstituts Berlin-Brandenburg (SFBB) und der Bibliothek Tiergarten Süd findet im Rahmen der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ statt.

Weitere Informationen unter:

http://www.queerformat.de/fileadmin/user_upload/news/Einladung_5.7.16.pdf


Dienstags in der Grünen Bibliothek: Informationen rund um unsere Arbeit und darüber, sich mit uns gemeinsamen in Bibliothek und Garten zu engagieren

Mit der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft möchten wir – gemeinsam mit dem Amt für Weiterbildung, Fachbereich Bibliotheken und anderen Akteuren vor Ort – einen öffentlichen Raum im Kiez gestalten, an dem Menschen Gemeinschaft (er-) leben und Selbstwirksamkeit im Selbermachen erfahren.

In enger Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaftsgarten wachsenlassen bietet sich für Interessierte, die sich vor Ort engagieren möchten, ein breites Spektrum an Tätigkeiten.

Und wie es in einem Raum, in dem Bücher und andere Medien ausgeliehen werden können, nun mal so ist, beginnt auch bei uns alles mit Sprache:
Um uns untereinander verständigen zu können und um sich zu bilden, ist Sprache unerlässlich. Deshalb sind Veranstaltungen rund ums Sprache lernen ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Angebotes.

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Jeden Dienstag Nachmittag, in der Kernzeit von 15.00 – 17.30 können Sie sich im Projektraum der Grünen Bibliothek im persönlichen Gespräch mit Gabriele Koll vom Team der Grünen Bibliothek über unsere Arbeit informieren.

Wir freuen uns über eigene Ideen und Vorstellungen, die an diesem schönen Ort der Nachbarschaft vielleicht gemeinsam realisiert werden können.

Informationen, Anfragen und andere Terminabsprachen auch unter: gruenebibliothek@web.de


Vom Laub-Saugen

Vor vielen Monaten habe ich an dieser Stelle im späten Herbst einmal einen Artikel über das Laub-Kratzen geschrieben.

Über all diese nackten und im Winter ungeschützten Bäume und Gehölze, die sich die kalte Jahreszeit über in den kargen Boden krallen müssen, um sie tapfer zu überstehen und die mich immer wieder rühren.

Heute morgen nun wurde ich durch ein mittlerweile mir gut bekanntes Geräusch geweckt, welches meines Erachtens eine noch schärfere Variante des Laub-Kratzens bedeutet:
Das Laub-Saugen.

Laut Wikipedia ist „ein Laubsauger, analog zum Staubsauger, ein elektrisches, bzw. mit Verbrennungsmotor betriebenes Gartengerät zum Aufsaugen von Laub. Im deutschen Sprachgebiet ist er seit dem Ende der 1990er Jahre verbreitet.“

Ein Laubsauger ist laut und stinkt (nach umweltfreundlichem Diesel?).

Er wird meist von relativ vermummten Personen bedient, die sich zudem (wegen der Lautstärke) durch Ohrenschützer weitestgehend von ihrer Umwelt abgeschottet haben.

Ein Laubsauger kann die Produktivität erhöhen, was eine Reduzierung des Personaleinsatzes und damit der Personalkosten erlaubt.“

Was immer Produktivität in diesem Zusammenhang bedeuten mag und ja, eine Reduzierung der Personalkosten ist ja immer beliebt (besonders auch im gärtnerischen Bereich, in dem zunehmend nicht mehr mit gut ausgebildeten und daher „teureren“ Fachkräften gearbeitet wird). Da investieren / konsumieren wir lieber in Sachmittel, damit ihre Produktion gesteigert werden kann.

Netterweise werden bei Wikipedia auch die Nachteile des Laub-Saugens aufgeführt, welche aber anscheinend nicht schwer genug wiegen, um den vermeintlichen Vorteilen etwas entgegensetzen zu können:

Neben dem erwünschten Effekt des Beseitigens von Laub und kleinen Ästen sind mehrere Nachteile gegenüber der traditionellen Methode des Zusammenrechens mittels eines Laubrechens festzustellen:

  • Kleinstlebewesen werden gleichfalls beseitigt;
  • hohe Geräuschentwicklung, insbesondere für die Umwelt: viele dieser Apparate dürfen nur mit Lärmschutzvorkehrungen (Ohrenschützer) eingesetzt werden;
  • insbesondere bei trockener Witterung wird Staub aufgewirbelt; wird das Gerät als Laubbläser verwendet, wird mit dem Laub somit auch der anhaftende Dreck und Kot aufgewirbelt, der sich als Aerosol in der Umgebungs- und damit auch der Atemluft verteilt;
  • bei Betrieb von Geräten mit Verbrennungsmotor kommt es unter anderem zur Emission von gesundheitsschädlichen Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen, die sich in der Umgebung verbreiten.

 

Ein von Laubsaugern bearbeiteter Boden sieht danach dann etwa so aus:

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Dem robusten Efeu ist es noch gelungen, sich trotz starker Winde im Boden festzukrallen, auch ein Brombeertrieb hat – sichtlich ermattet- überlebt. Ahornkeimlige haben sich erst einmal gehalten und ja, am unteren Ende des Bildes erkennt man sogar noch ein kleines gelbes Blümchen.

Große Stellen des Bodens liegen nackt und ungeschützt und sind Wind, Wetter und Erosion ungeschützt ausgeliefert.

Neue Humusbildung?
Unmöglich.
Ein nahezu toter Boden.

Ich gebe es zu : In meinem kleinen Hausgarten in der Stadt habe auch ich lange gebraucht, um mich damit anzufreunden, das Laub liegen zu lassen. Besonders das im Sommer herabfallende und hochgradig durch die Miniermotte kontaminierte Kastanienlaub habe ich brav jahrelang auf den Knien hockend weggekratzt, um meinen Garten zu retten.

Bis zu dem Moment, als endlich die Erkenntnis durchgesickert war, dass ich eigentlich nur noch genau damit in meinem Garten beschäftigt war und wenig Freude und Entspannung verspürte, wenn ich ihn betrat. Nur noch Arbeit und Ärger über das böse Laub.

Wohl war mir schon von Anfang an nicht dabei, den Pflanzen und Kleinlebenwesen im Garten immer ihre Nahrung wegzukratzen.
Und wachsen wollte auch nichts so recht in meinem schön aufgeräumten Garten.

Eine Umkehr war also notwendig.
Laub liegen lassen.
Ausprobieren und Beobachten.

Damit leben lernen, wenn Freunde mich im Frühling besuchen kommen, mein eher noch braunes als grünes Gärtchen etwas (oder kommt es mir nur so vor?) naserümpfend betrachten und fragen: Machst Du das Laub nicht weg?

Das ist eben eine Frage der Ästhetik, meinte einmal eine fachlich versierte Freundin zu mir.
Ja, auch.

Aber irgendwann im Frühjahr (und auf keinen Fall so zeitig, dass sie mit den vielen bunten und fröhlich erscheinenden in Bau- und Gartenmärkten angeboteten Frühjahrsblühern konkurrieren könnten) schieben sich leuchtend grüne Blätter und Blüten durch die braune Laubschicht in meinem Garten.

Ich begrüße sie alle und heiße den einen und anderen Pflanzenfreund willkommen, den ich den Winter über schon (natürlich nur beinahe) vergessen hatte!

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Laub im Garten – auch eine Frage des leben und leben lassen.

Sollen sie doch alle in meinem Garten leben, die sich dort wohl fühlen und dabei helfen, dass etwas in ihm wächst und gedeiht, diese Abermillionen von Kleinstlebenwesen, die uns unseren Boden und damit auch unser Leben schenken.

Und die Ästhetik?

Organisierte Unordnung hat durchaus auch ihren Reiz und ihre Schönheit.

Und übrigens:
Der Kastanie scheint es relativ egal zu sein, ob ich ihr kontaminiertes Laub aufsammele oder nicht.
Es erscheint mir eher so, als wenn sie mittlerweile eigene Wege gefunden hat, mit dem Miniermottenbefall klar zu kommen.
Ich wünsche es ihr!


Lesung für Kinder mit Martin Klein – ein Vergnügen für alle Generationen!

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Als die Schüler_innen der S2 und S7 der Allegro-Grunschule am Freitag Vormittag, den 15.4. in die Stadtbibliothek Tiergarten-Süd gingen, waren sie sicherlich gespannt auf die Lesung mit Martin Klein, aber ich glaube fast, dass sie sich nicht haben vorstellen können, was für ein Lese-Vergnügen sie erwarten würde.

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Mit viel Charme und Freude am Geschichten-Erzählen fesselte der Kinderbuchautor Groß und Klein und hatte sichtlich genau so viel Spaß wie seine Zuhörer_innen.

Schöner und lebendiger kann die Begeisterung für das Lesen kaum vermittelt werden.

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Martin Klein liess sich viel Zeit für gemeinsame Gespräche und Fragen und auch
bei der ‚entspannten Autogramm-Schlange‘ bekam jeder seiner Fans noch einmal die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch.

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Wir danken Herrn Martin Klein sehr herzlich für den vergnüglichen Vormittag mit ihm!

Die Lesung wurde organisiert durch:

Susanne Dorén, Grüne Bibliothek der Nachbarschaft gemeinsam
mit Dr. Anja Seifert,
Leitung Bibliothek Tiergarten-Süd

und wurde gefördert über den Berliner Autorenlesefonds.