Frühlingsfest und Häkel-Bienen

Am Freitag, den 23. März läuteten wir in der Grünen Bibliothek mit unserem Fest den Frühling ein, der nun hoffentlich bald kommen mag.

Zahlreich waren Freunde und Interessierte unseres Gemeinschaftsgartens und der Grünen Bibliothek waren erschienen, um sich über unsere Arbeit zu informieren.

Judith vom Team wachsenlassen erklärte unsere Teilnahme am Projekt Weltacker 2000m2 https://www.2000m2.eu und informierte über das Gesamtprojekt, Babette Dombrowski, Leitung Sprachangebote in der Grünen Bibliothek, zeigte den Besuchern die in den unterschiedlichen Sprach- und Buchwerkstätten entstandenen Werke und berichtete über ihre Arbeit.

Im Projektraum Grüne Bibliothek konnten Salat-Setzlinge pikiert und zum mit-nach-Hause-nehmen eingepflanzt werden, ebenfalls konnten insektenfreundliche Blühpflanzen augesät werden für den heimischen Balkon und/oder Garten.

Dadurch konnten wir hinweisen auf die deutschlandweite Aktion von Deutschland summt, die auch in diesem Jahr zu einem bundesweiten Pflanzwettbewerb aufruft.
Informationen dazu unter:
https://wir-tun-was-fuer-bienen.de/home.html

Apropos Bienen:

Spontan entschied sich die Strickgruppe des Nähcafés dafür, an der Aktion Häkel-Bienen für den Weltbienentag vom BUND e.V. teilzunehmen.

Viele, viele selbstgemachte Häkel-Bienen sollen am 20. Mai zum Weltbienentag der Bundesregierung übergeben werden.

Also Socken adé – Bienen willkommen!

Die nächsten Montage (26.3., 9.4. und 23.4., in der Zeit von ca. 16.00 – 18.00, weitere Termine werden bekannt gegeben) wollen wir gemeinsam Bienen häkeln.

Weitere Informationen für alle, die bei uns oder woanders mitmachen möchten, unter:

https://www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/haekel-bienen-fuer-den-weltbienentag/

Und wenn nicht beim Bienen-Häkeln, beim Gärtnern oder in der Grünen Bibliothek, dann sehen wir uns vielleicht beim Frühlingsfest in den Pallasgärten in Berlin Schöneberg am 6.5.2018

https://www.umweltkalender-berlin.de/anbieter/details/2075

Die Grüne Bibliothek der Nachbarschaft wird gefördert durch:

       
      

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„2000m²“ in unserem Garten und in der Grünen Bibliothek

„Wozu braucht der Mensch den Acker?“2000m2
„Um zu essen“, würden die meisten zu Recht sagen.
Aber bedenken wir dabei auch, dass der Acker eine Grundlage unserer Kleidung und zunehmend unserer Energieversorgung bildet? Dass ein Großteil der Tierfütterung zukommt? Und sind wir uns dabei der Verantwortung gegenüber der begrenzten Ressource „Ackerland“ bewusst?
Diesem Thema widmet sich das Projekt „2000m²“ der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Als Umweltbildungsprojekt soll es auf den Zusammenhang zwischen unserem Konsumverhalten und dem Verbrauch an Ackerfläche aufmerksam machen.
2000m² sind hier der Anteil an Ackerboden, der jedem Bürger auf der Welt rein rechnerisch zusteht.
Einerseits zeigt die Realität jedoch eine sehr ungleiche Verteilung auf der Welt, die unter anderem zu Hungersnöten führt, obwohl doch eigentlich für jeden genug vorhanden wäre.
Andererseits werden große Teile des Ackers durch die Agrarindustrie eher zweckentfremdet, wobei die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft einen zu geringen Stellenwert hat.

Mit Hilfe zweier „Instrumente“ des Projektes, wird ein Denkanstoß gegeben und das Thema erfassbar gemacht.

WeltackerDer „Weltacker“, der vergangenes Jahr auf dem IGA-Gelände in Marzahn zu sehen war und nun nach Pankow in den Botanischen Volkspark zieht, zeigt exemplarisch, wie diese 2000m² eines Menschen pro Jahr genutzt werden. Auf dem Acker sind also alle wichtigen Kulturpflanzen (Getreide, Ölpflanzen, Obst, Gemüse, Fasern usw.; Weidefläche der Tiere  ausgenommen) im globalen Maßstab angepflanzt worden.
Die andere Herangehensweise ist das sogenannte „Flächenbuffet“.
Bei diesem wird veranschaulicht, wie viel Fläche für ein einzelnes Gericht verwendet wird. Darauf werden die einzelnen Zutaten maßstabsgetreu und so weit wie möglich angepflanzt. Das „Ergebnis“ im Verhältnis zu den 2000m² kann so eine Aussage über die Ernährung und derren Nachhaltigkeit treffen.
Das Projekt hat auf der IGA großen Anklang gefunden. Nun soll ein Netzwerk aufgebaut werden, bestehend aus verschiedenen Gärten landes- und bundesweit, die das Projekt auf der ihnen zur Verfügung stehenden Fläche ebenfalls vertreten; entweder mit einer Parzelle des Weltackers oder einem eigenen Flächenbuffet.

Wir freuen uns, Teil des Projektes zu werden und somit auch am weiteren Gestaltungsprozess beteiligt zu sein. Wir werden in unserem Garten bzw. vor der Bibliothek Tomaten für den Weltacker und voraussichtlich eine Pizza für unser Flächenbuffet anpflanzen.
Bei der Umsetzung werden wir durch das 2000m²-Team angeleitet und unterstützt.
Sozusagen als Pilotgruppe waren wir dafür am 12.02. bei dem Flächenbuffet-Multiplikatoren Workshop. Programmpunkte des Tages waren der Bildungsauftrag des Projektes, gärtnerische Hinweise, weitere Anleitungen sowie unser kritischer Blick auf das Konzept des Flächenbuffets und eine Pause zum gemeinsamen Kochen, bei dem wir uns natürlich auch auf die dafür verwendete Ackerfläche konzentriert haben.
Entscheidend an dem Tag war vor allem die Diskussion über die Knackpunkte des Projektes. Dabei ist offensichtlich geworden, dass jeder eine andere Auffassung der Gewichtung der einzelnen Teilaspekte hat, die vermittelt werden sollen. Da man in „2000m²“ unzählige Informationen, Vergleiche und Kritiken an der heutigen Agrarindustrie oder globalem Konsumverhalten stecken könnte, fällt es schwer, den Fokus zu halten und es nach wie vor für jeden greifbar zu machen. Andererseits kann aber so jeder Garten seine individuelle Auffassung des Projektes darstellen ohne, dass die erzielte Wirkung dadurch verloren geht.

Die verwendeten Grafiken sind der Website entnommen.
Für einen tieferen Einblick in das Projekt: www.2000m2.eu
Bei Fragen zur Umsetzung in unserem Garten bitte an wachsenlassen@web.de wenden