Wildbienenfreund*in gesucht!

Seit dem letzten Jahr bauen wir in unserem Gemeinschaftsgarten das Wohnungs- und Nahrungsangebot für Wildbienen kontinuierlich aus. Zu unserer Freude mit Erfolg, auch die neu gestalteten Holzhäuser wurden schon teilweise besiedelt.

Fertig verschlossene Gänge.

Aber: welche Bienen sind das eigentlich, die dort eingezogen sind???

Wer kennt sich mit Wildbienen aus, interessiert sich für die kleinen und feinen Tierchen und hat Zeit und Lust, diese in unserem Garten zu beobachten und zu bestimmen?

Wir würden uns sehr darüber freuen, so jemanden zu finden, der sich gemeinsam mit uns für Wildbienen engagieren möchte.

Kontakt: wachsenlassen@web.de

(und nein, dies ist natürlich kein Job-Angebot, sondern die Suche nach einer Umweltschützer*in mit Leidenschaft)

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Herzlich willkommen amTag der Nachbarn in der Villa Lützow!


Neueinzug in Holzhäusern

Neben einigen Ausschwärmern habe ich heute zwei Neubewohnerinnen unserer Holzhäuser beobachten können. Holzbienen willkommen im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen! Wir freuen uns!

Bienen-Suchbild

Ansonsten:

Frühling klassisch

und die wunderschöne und nahrungsreiche Taubnessel

Ich wünsche Euch allen einen besinnlichen Tag des Schmerzes und einen Jubeltag der Auferstehung mit Vielfalt und Artenreichtum!


Frühlingsfest im Gemeinschaftsgarten am 21.3.2019

Unser Gemeinschaftsgarten befindet sich in der Lützowstr. 28, 10785 Berlin Tiergarten-Süd.

Hier das pdf zur Veranstaltung: Frühlingsfest!!


Vernetzung der Nachbarschaft durch den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen – das erste Jahr

Seit Juni dieses Jahres konnten wir – durch die Bewilligung unseres Antrages auf ein Pilotprojekt im Rahmen des Programms Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften (FEIN) – unser Anliegen, den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen als einem Raum für nachbarschaftliches Engagement mit dem Schwerpunkt aktiver Umweltschutz zu etablieren, weiter ausbauen.

Wir freuen uns darüber, dass viele interessierte kleine und große Menschen seither den Weg in unseren Garten gefunden haben und wir somit gemeinsam (trotz des Dürrejahres 2018) eine schöne Ernte einfahren konnten.

Den offiziellen Auftakt bildete unser erster offener Gartentag nach den sommerlichen Schulferien.

Hier kamen Nachbarn unterschiedlichster Art zusammen und ins Gespräch miteinander: Menschen, die sich konkret für ein Mitgärtnern bei uns interessierten konnten sich austauschen mit denen, die schon dabei sind, andere, die einfach nur mal schauen wollten ‚was ihr hier eigentlicht macht‘ und die vielen Kinder, die den Freiraum im Garten schnell für sich erschlossen und miteinander spielten, währen die Erwachsenen in Ruhe bei Kaffee und Kuchen saßen.

Schnell fanden sich auch einige Nachbar*innen zusammen, denen die Idee gefiel, so etwas wie ein Kiez-Buch Tiergarten-Süd herzustellen. Unter dem Motto ‚Unser Leben im Kiez‘ sollen hier in den nächsten Jahren persönliche Berichte und Erfahrungen gesammelt und in literarischer Form zu Papier gebracht werden. Gearbeitet daran wird seither in Einzel- und Gruppengesprächen.

Im Frühherbst kamen wir erneut mit Nachbar*innen und Mitgärtner*innen zusammen, um gemeinsam unseren kleinen Kartoffelacker abzuernten und diese dann danach somit wirklich erntefrisch und regional zu genießen.
Gebacken im Lehmofen des Familiengartens, waren sie wirklich sehr, sehr lecker, wenn auch die Ernte nach der langen Trockenheit kleiner ausfiel als in Jahren davor.

Wieder ein gelungener Tag inmitten unserer Nachbarschaft:
Der derzeit letztmögliche Platz für ein eigenes Beet wurde an eine neue Familie vergeben und drei Nachbar*innen fanden sich ein, die seither regelmäßig bei Einzelaktionen dabei sind.
Die – noch nicht optimale – Barrierefreiheit unseres Gartens wurde getestet:
Unabhängig voneinander kamen zwei Damen im Rollstuhl mit ihren Töchtern vorbei und freuten sich besonders über die Kartoffeln, ‚die so wie früher‘ schmeckten. Wir erfuhren, dass sie gemeinsam mit ihren Töchtern öfter unseren Garten aufsuchten (also zumindest bedingt rollstuhltauglich), weil es für sie so ein schöner, grüner und ruhiger Aufenthaltsort inmitten des Großstadtgetriebes sei.
Beide alten Damen hatten früher auch Gärten und seien froh, so etwas jetzt in ihrer Nachbarschaft zu haben, um sich dort ab und an dort aufzuhalten.

Neben unseren offenen Gartentagen konnte in den vergangenen Monaten viel an der Infrastruktur des Gartens gearbeitet werden:
Vorhandene Bänke erstrahlen in neuen Farben, Beetumrandungen wurden geschaffen, wichtige Um- und Neupflanzungen vorgenommen. Im Bereich an der Lützowstraße wurde ein neuer Bereich mit einer offenen Kiesdecke angelegt und mit passenden Stauden bepflanzt, der hoffentlich den Klimaveränderungen in unseren Breitengraden besser standhalten kann; erste grundlegende Strukturen für Nist- und Lebensbereiche für Wildbienen, Vögel und andere Insekten geschaffen, neue Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten für kleine Mitgärtner*innen geschaffen.

Und immer haben sich zu diesen Arbeiten engagierte Nachbar*innen eingefunden, um diese Arbeiten gemeinsam mit uns durchzuführen!

Mit den nachbarschaftlichen Mitgärtner*innen ist die Restaurierung zweier Hochbeete in Arbeit und das Fundament für unsere Trockenmauer mit integrierten Nistplätzen für Wildbienen ist gelegt. Alles Arbeiten, die noch vor einem Wintereinbruch erledigt sein sollten.

Den uns vom Amt für Weiterbildung, FB Bibliotheken Berlin Mitte für unsere Arbeit als Treffpunkt für die Nachbarschaft zur Verfügung gestellten Projektraum der Grünen Bibliothek haben wir aufgrund der warmen und trockenen Witterungsverhältnisse in diesem Jahr noch nicht in Anspruch nehmen müssen. Immer haben wir uns bisher im Garten treffen können.
Aber zum geplanten Bau von neuen Vogelnistkästen im Winter und zu Planungsgesprächen zum Gemüseanbau für das nächste Jahr werden wir es bestimmt zu schätzen wissen, einen trockenen und warmen Raum zum Arbeiten zu haben bis zur Eröffnung des Kiez Zentrums Villa Lützow im nächsten Frühjahr.

Viel Freude hatten wir wie immer mit unseren jüngsten Mitgärtner*innen aus den Kindergärten, die mit viel Engagement und Spaß ‚bei der Arbeit‘ sind.

Vieles gibt es im Garten zu entdecken, auch die kleinsten Lebewesen werden häufig mit Ehrfurcht betrachtet, an Vögel und Insekten gedacht und beobachtet, die eigenen Beete von der Aussaat bis zur Ernte gepflegt.

Hier wird besonders deutlich, was der Garten uns neben vielen anderen Dingen vermitteln kann:

Lebendiges braucht Zeit.

Zeit zum Anschauen, Zeit zum Miteinander reden, Zeit zum Spielen, Zeit zum Entspannen, Zeit zum Aufbauen, Zeit zum Arbeiten, Zeit zum Organisieren, Zeit, um zu wachsen und wachsen zu lassen.
Und Zeit wiederum braucht einen Raum, um überhaupt stattzufinden.

Wir wünschen uns, dass unser Garten weiterhin solch ein Raum für die Nachbarschaft in Tiergarten-Süd sein wird.

…und natürlich auch ein Raum zum Feiern gemeinsamer Feste:
Weiter geht es in diesem Jahr mit unserem St. Martins-Fest mit Laternenumzug, Kürbissuppe und Stockbrot am Lagerfeuer am 12.11.2018!

 

        


Kulinarischer Kartoffeltag im Gemeinschaftsgarten

An einem wunderschönen Tag im Frühherbst nach diesem viel zu trockenen und heißen Sommer trafen wir uns gemeinsam mit Mitgärtner*innen groß und klein und Freunden aus der Nachbarschaft, um unsere Kartoffeln zu ernten und direkt dananch gemeinsam zu genießen.

Wie in jedem Jahr kamen unsere Saatkartoffeln auch diesmal von V.E.R.N. e.V. auf Greiffenberg, dem Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg. Alle Informationen über die wichtige und interessante Arbeit von V.E.R.N. unter: https://vern.de/

In diesem Jahr hatten wir die Sorten Linda, Aquila, Rosa Tannenzapfen und Violetta angebaut und gemeinsam mit den Kindergartenkindern im Frühjahr ins Beet gelegt.

Und natürlich waren wir besorgt, wie die Ernte wohl in diesem Jahr ausfallen würde. Obwohl wir bei uns im Garten die Möglichkeit haben, regelmäßig zu wässern, waren die klimatischen Bedingungen ja wirklich ein erster Härtetest…

vorher…

…nacher.

Und dazwischen:

Aber wir hatten Glück, die alten Sortem haben der Hitze und Trockenheit Stand gehalten und wir hatten eine gute Ernte. Nur Violetta hat extrem kleine Kartoffeln hervorgebracht, dieser Sorte war es vielleicht doch zu heiß in diesem Jahr.

Auf jeden Fall schmeckte jede Sorte unterschiedlich und selbst ein, zwei Besucher, die „nicht so gerne Kartoffeln essen“, waren dann doch sehr angetan, wobei die Rosa Tannenzapfen in diesem Jahr zur ‚besten Sorte des Tages‘ gekrönt wurden!

Zum Vormerken: Weiter geht es dann mit unseren kulinarischen Gartentagen am 12.11. zum Sankt Martins-Fest mit Kürbissuppe und Stockbrot.

 

        

 


Unser ökologisches Jahr

Nun ging die Zeit wieder so schnell vorbei!
Wir erinnern uns, wie wir im Winter für das erste diesjährige Gartenprojekt, den Reisighaufen, Löcher ausgehoben und Holz gesammelt haben. Inzwischen ist er umgrenzt, gewachsen, beschildert und bewohnt…?

Wir, Stephanie und Judith, verbringen nun die letzten Tage auf der Arbeit unseres ökologischen Freiwilligendienstes (ÖBFD und FÖJ). Im Rückblick stellen wir fest, dass die Arbeit bei wachsenlassen und der Grünen Bibliothek uns in vielerlei Hinsicht vorangebracht hat.
Sie hat uns vor unsere Unsicherheiten gestellt und uns sowohl ein gestärktes Bewusstsein in unsere Fähigkeiten gegeben als auch vorher unbekanntes Können aufgedeckt. Mit Motivation haben wir durch die praktische Arbeit viel dazugelernt, sodass wir uns heute besser im Garten, in der umfangreichen Umweltthematik, in der Arbeit mit Kindern und gestalterischen Mitteln auskennen.
Die Zeit, für Stephanie ein ganzes Jahr, für Judith 8 Monate, hat auf uns richtunggebend gewirkt und unsere Interessen vertieft. Somit geht es für uns im Bildungs- und Arbeitsweg schon bald weiter.
Abgesehen von dem Garten werden wir vor allem auch das Arbeiten mit den Kollegen vermissen. Denn in Gemeinschaft haben wir Pläne und Ideen für den Garten entworfen, die Entwicklung beobachtet und schöne Erinnerungen gesammelt.

Es war ein gutes, sehr gelungenes Jahr, das uns beide noch lange weiter begleiten wird.
Und wir wünschen den Kollegen, dem Garten und den nachfolgenden Freiwilligen viel Glück und Freude für die kommende Zeit.

Bis bald!

flä5