2000m²-Projekt: Alles wächst und gedeiht!

Der Garten blüht, es konnten schon reichlich Beeren vernascht werden und auch das Flächenbuffet sowie die Weltackerparzelle können sich sehen lassen.

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Auf den 6 Quadratmetern, die in unserem Kräuterbeet für den Weltacker Platz finden, stehen mittlerweile hohe Tomatenpflanzen dicht beieinander. Die ersten Früchte sind daran zu erkennen. Man erahnt schon, dass die Ernte ein vielfältiges Aussehen haben wird. Denn wir haben große und kleine, spitze und schrumpelige, verschiedenfarbige Sorten ausgesät.
Die Pflege von Tomaten gestaltet sich relativ intensiv.
Regelmäßig muss man sie ausgeizen, im unteren Bereich ausdünnen, um noch genug Sonne und Luft an den Boden zu lassen. Man sollte sie mulchen, um Nährstoffe zuzuführen, und natürlich wässern. Doch so anstrengend die Pflege auch sein mag, vor allem bei der starken Sonneneinstrahlung im Kräuterbeet, so schön ist es auch, das Wachstum zu beobachten und den Kopf zwischen den Pflanzen verschwinden zu lassen. Dort erwartet einen der schöne Geruch von Tomaten und frischem Basilikum, der ebenfalls in diesem Beet wächst.

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Das Flächenbuffet in unseren Hochbeeten vor der Bibliothek hat ebenfalls Form angenommen. Die einzelnen Kulturen sind inzwischen auch als diese zu erkennen. Durch Unterteilungen mit einem Band wurde der jeweilige Flächenbedarf gekennzeichnet. Doch es erfordert noch mehr (Denk-)Arbeit, um das Flächenbuffet ordentlich zu halten und den Zweck dessen zu erfüllen, nämlich anschaulich und schnell begreifbar zu sein. Seitens des Weltackerclubs erhalten wir bald ein erstes richtiges Schild, um auf den Zusammenhang unseres Gartens mit dem Projekt und auf den Inhalt dessen aufmerksam zu machen.
Einigen interessierten Besuchern und Kindern konnten das Konzept und die einzelnen Pflanzenkulturen schon nähergebracht werden – mit positiver Reaktion!

Über die letzten Wochen haben sich bei uns einige Fragen angesammelt. Auch, weil das letzte Weltackerclub-Treffen für uns schon ein wenig zurückliegt.
Um diese Fragen zu klären und um auf den neusten Stand zu kommen, besuchten wir am 5. Juli den Weltacker in Pankow anlässlich des Acker-Talks zum Thema Permakultur.
Die Veranstaltung begann mit einer Führung über den Weltacker, der seit dem 16.06 offiziell geöffnet ist.  Seit meinem letzten Besuch hat sich dort viel getan. Die Pflanzenkulturen sind herangewachsen, die Beschilderungen und anderen kleinen „Installationen“ sind sehr anschaulich gestaltet. Das Flächenbuffet des Weltackers ist überaus schön anzusehen und sehr eindrücklich. Denn dort sind mehrere Gerichte im Vergleich angepflanzt.
Ein großes Problem, welches die Gärtner zunehmend jeden Sommer teilen, ist die Bewässerung der Pflanzen! Sowohl auf dem Weltacker als auch bei uns muss ein großer Aufwand betrieben werden, um die Pflanzen am Leben zu halten und vor dem Vertrocknen oder gar Verbrennen zu bewahren.

Im Anschluss an die Führung und einen kurzen informellen Austausch erhielten wir eine Präsentation von Stuart Muir Wilson, dem Enkelsohn des Mitbegründers der modernen Permakultur Bill Mollison. Er teilte mit uns seine Erfahrungen vom Aufwachsen bei seinem Großvater auf dem Land.  Diese verknüpfte er mit der Erläuterung der Ursprünge der Permakultur und der Werte, die sie in sich vereint.

Auf dem Weltacker können Sie nun regelmäßig an Führungen teilnehmen oder spannende Veranstaltungen besuchen. Um auf dem neusten Stand zu bleiben, können Sie sich in den Newsletter „Ackerfunk“ eintragen.
Falls Sie daran interessiert sind, in das Weltackernetzwerk einzusteigen, melden Sie sich für den Weltackerclub an und merken sich schon den 30. Juli vor.
Dort findet das nächste WAC-Treffen statt, der Ort wird noch bekanntgegeben.

Nach wie vor sind Besucher auch in unserem Garten vor allem am Flächenbuffet oder im Kräuterbeet mit vielen Fragen zum Thema herzlich willkommen.
Es ist meist jemand im Garten oder Projektraum, mit Sicherheit zu den Öffnungszeiten der Bibliothek, Mo/Di, Do/Fr von 12.30 – 18.oo Uhr.
Grüne Bibliothek der Nachbarschaft/ Bibliothek Tiergarten-Süd
Lützowstr. 27
10785 Berlin

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.2000m2.eu
www.2000m2.eu/de/weltacker-club/

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Gartennutzer im Gemeinschaftsgarten

Zu unserer Freude entdecken wir mehr und mehr Insekten in unserem naturnah gestalteten Garten, die uns zum Teil leider gar nicht mehr bekannt sind.

Neu getroffen haben wir den beeindruckend großen, bunt schillerndern Rosenkäfer – Cetonia aurata

 

und den sehr hübschen gebänderten Pinselkäfer – Trichius fasciatus

http://www.tierportraet.ch/htm07d/pinselkaefer_gebaendert.php

Da die Larven dieser beiden Insekten in morschem Holz (oder auch im Kompost) leben, vermuten wir ihren Lebensraum in dem größten unserer Totholzhaufen.

Ein Ansporn für uns, in unserem Stadtgarten immer mehr wohnliche Bereiche nicht nur für die Menschen einzurichten.

Auf dass die Vielfalt in unserer Welt (über-) lebe und uns und sie bereichert!

 

 


Gartennutzer

Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

 

 

 

und

 

 

 

 

 

Stieglitz (Distelfink)

haben sich in unserem Garten eingefunden.  Herzlich willkommen!


2000m² Projekt: Weltackereröffnung und der Stand im Gemeinschaftsgarten

Das vergangene Wochenende bot viel Gelegenheiten für einen Ausflug:
Der Pflanzentauschmarkt im Prinzessinnengarten, das Frühlingsfest in den Pallasgärten und, worüber noch nicht berichtet wurde, wir aber ebenfalls anwesend waren, die Saisoneröffnung des Weltackers im Botanischen Volkspark Blankenfelde.

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Bei bestem Wetter wurde den Besuchern am 6. Mai leckeres Essen und Trinken sowie ein buntes Programm geboten. Man konnte Wurzelfenster bauen, Seedballs formen, Saatgut tauschen und wurde dabei von Musik begleitet.

Auf den 2000 Quadratmetern des Weltackers sind die Abgrenzungen gezogen und mit den jeweiligen Schildern versehen worden. Noch sind keine Pflanzen zu sehen. Doch bald beginnt die Aussaat; wenn auch ein wenig verzögert aufgrund anfänglicher Schwierigkeiten.
Nichtsdestotrotz konnte man sich am Sonntag schon ein Bild von den 2000 Quadratmetern machen, die jedem Bürger rein rechnerisch zustehen würden, und, wie die wichtigsten Kulturpflanzen im globalen Verhältnis darauf angepflanzt sind.

In unserem Gemeinschaftsgarten geht es flä4
bezüglich des 2000m²-Projektes nun auch weiter voran:
Für das Flächenbuffet stehen vor der Bibliothek mittlerweile zwei neue Hochbeete. Darin werden die Zutaten für eine Portion Pizza auf 1,14m²  ausgesät.
Jede Pflanze hat einen bestimmten Ackerflächenbedarf und unterschiedlich hohe Erträge auf dieser Fläche. Mithilfe der Daten der FAO hat das Projekt den jeweiligen Ackerflächenbedarf pro Kilogramm von einigen Pflanzen zusammengestellt. So errechnet man mit der Zutatenmenge des Rezepts die benötigte Fläche, auf denen angepflanzt wird.
Es wächst schon der Weizen für den Teig. Die Sojabohne als Tiernahrung, um Käse zu produzieren, lässt sich auch langsam blicken. Sonnenblumen für das Öl, Tomaten, Zwiebeln und Basilikum brauchen noch Zeit.
Für den Teig und den Käse ist jedoch schon fast die ganze Fläche abgedeckt (ca. 0,94m²) . Die Sonnenblume nimmt 0,16m² in Anspruch. Das Gemüse ist genügsam und benötigt nur wenig Platz (0,03m²).

Wir beteiligen uns an dem Projekt auch mit einer Weltackerparzelle. Denn die Ausgangsidee des Weltackerclubs ist es, neben dem „großen“ Weltacker in Pankow einen zweiten Weltacker in Form von Parzellen in anderen privaten Gärten oder von Vereinen und Institutionen  anzubauen.
Dafür haben wir 6m² in unserem Kräuterbeet umgegraben und vorbereitet, um die bereits vorgezogenen Tomaten in den nächsten Tagen dort einzupflanzen.
Für die Weltackerclub-Mitglieder ist ein Schild  in Arbeit.
Wenn auf unserem Flächenbuffet und der Weltackerparzelle in einigen Wochen mehr zu sehen ist, wird bestimmt auch das Schild fertig- und aufgestellt sein.

Nun heißt es: abwarten und beobachten!

Wenn Sie sich für das Projekt interessieren, können Sie gern jederzeit vorbeikommen und die Anfänge unserer Umsetzung des Projektes anschauen und uns dazu befragen.
Es ist meist jemand im Garten oder Projektraum, mit Sicherheit zu den Öffnungszeiten der Bibliothek, Mo/Di, Do/Fr von 12.30 – 18.oo Uhr.
Grüne Bibliothek der Nachbarschaft/ Bibliothek Tiergarten-Süd
Lützowstr. 27
10785 Berlin

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.2000m2.eu
www.2000m2.eu/de/weltacker-club/


Deutschland summt – wir sind dabei!

Aufgeschreckt durch das weltweite Insekten- und Vogelsterben, haben wir uns entschlossen, ab diesem Jahr unseren Garten noch konsequenter unter dem Gesichtspunkt zu gestalten, dass er auch zu einem Wohlfühlort für einheimische Insekten und Vögel wird.

Noch im Winter haben wir damit begonnen, kleine und einfach herzustellende Nistmöglichkeiten für Insekten mit unseren Kindergartengruppen zu bauen und im Garten aufzuhängen.

Danach machten wir uns daran, einen Reisighaufen anzulegen, ein idealer Aufenthaltsort für Spinnen, Insekten, Spitzmäuse, einige Vogelarten und mit etwas Glück wird sich dort auch ein Igel einfinden.

Zudem haben wir begonnen, einen Sandplatz für Wildbienen (und wer weiß, wer sich noch dort wohlfühlen wird) mit Totholz, Steinen und einer Vogel-/ Insektentränke zu gestalten.
Leider hatten wir dafür keinen vollsonnigen Standort in unserem Garten zu Verfügung und nun sind wir gespannt, wie das Gelände angenommen werden wird.

Über 75% unserer heimischen Wildbienen und Hummeln nisten unterirdisch!

Die Flächen rund um diesen Platz wurden mit insektenfreundlichen Nektarpflanzen bepflanzt und zahlreichen einjährigen Blühpflanzen ausgesät.

Ebenfalls ein buntes blühendes Blumenbeet ensteht durch die Kindergartenkinder der Gruppe Cocorico & Co e.V., die schon seit Jahren in unserem Garten mitmachen.

Hier wurden bunte, nektarreiche Blühpflanzen ausgesät, die sicherlich sowohl die Menschen als auch die hungrigen Bienen unseres Gartens erfreuen werden.

Unser Gemeinschaftsgarten nimmt in diesem Jahr teil an dem bundesweiten Pflanzwettbewerb 2018: Wir tun was für Bienen der Stiftung für Mensch um Umwelt mit Sitz in Berlin.

Wer an diesem Wettbewerb ebenfalls teilnehmen möchte, kann sich unter:
https://wir-tun-was-fuer-bienen.de/home.html
über die Teilnahmebedingung informieren und anmelden.

 


„2000m²“ in unserem Garten und in der Grünen Bibliothek

„Wozu braucht der Mensch den Acker?“2000m2
„Um zu essen“, würden die meisten zu Recht sagen.
Aber bedenken wir dabei auch, dass der Acker eine Grundlage unserer Kleidung und zunehmend unserer Energieversorgung bildet? Dass ein Großteil der Tierfütterung zukommt? Und sind wir uns dabei der Verantwortung gegenüber der begrenzten Ressource „Ackerland“ bewusst?
Diesem Thema widmet sich das Projekt „2000m²“ der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Als Umweltbildungsprojekt soll es auf den Zusammenhang zwischen unserem Konsumverhalten und dem Verbrauch an Ackerfläche aufmerksam machen.
2000m² sind hier der Anteil an Ackerboden, der jedem Bürger auf der Welt rein rechnerisch zusteht.
Einerseits zeigt die Realität jedoch eine sehr ungleiche Verteilung auf der Welt, die unter anderem zu Hungersnöten führt, obwohl doch eigentlich für jeden genug vorhanden wäre.
Andererseits werden große Teile des Ackers durch die Agrarindustrie eher zweckentfremdet, wobei die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft einen zu geringen Stellenwert hat.

Mit Hilfe zweier „Instrumente“ des Projektes, wird ein Denkanstoß gegeben und das Thema erfassbar gemacht.

WeltackerDer „Weltacker“, der vergangenes Jahr auf dem IGA-Gelände in Marzahn zu sehen war und nun nach Pankow in den Botanischen Volkspark zieht, zeigt exemplarisch, wie diese 2000m² eines Menschen pro Jahr genutzt werden. Auf dem Acker sind also alle wichtigen Kulturpflanzen (Getreide, Ölpflanzen, Obst, Gemüse, Fasern usw.; Weidefläche der Tiere  ausgenommen) im globalen Maßstab angepflanzt worden.
Die andere Herangehensweise ist das sogenannte „Flächenbuffet“.
Bei diesem wird veranschaulicht, wie viel Fläche für ein einzelnes Gericht verwendet wird. Darauf werden die einzelnen Zutaten maßstabsgetreu und so weit wie möglich angepflanzt. Das „Ergebnis“ im Verhältnis zu den 2000m² kann so eine Aussage über die Ernährung und derren Nachhaltigkeit treffen.
Das Projekt hat auf der IGA großen Anklang gefunden. Nun soll ein Netzwerk aufgebaut werden, bestehend aus verschiedenen Gärten landes- und bundesweit, die das Projekt auf der ihnen zur Verfügung stehenden Fläche ebenfalls vertreten; entweder mit einer Parzelle des Weltackers oder einem eigenen Flächenbuffet.

Wir freuen uns, Teil des Projektes zu werden und somit auch am weiteren Gestaltungsprozess beteiligt zu sein. Wir werden in unserem Garten bzw. vor der Bibliothek Tomaten für den Weltacker und voraussichtlich eine Pizza für unser Flächenbuffet anpflanzen.
Bei der Umsetzung werden wir durch das 2000m²-Team angeleitet und unterstützt.
Sozusagen als Pilotgruppe waren wir dafür am 12.02. bei dem Flächenbuffet-Multiplikatoren Workshop. Programmpunkte des Tages waren der Bildungsauftrag des Projektes, gärtnerische Hinweise, weitere Anleitungen sowie unser kritischer Blick auf das Konzept des Flächenbuffets und eine Pause zum gemeinsamen Kochen, bei dem wir uns natürlich auch auf die dafür verwendete Ackerfläche konzentriert haben.
Entscheidend an dem Tag war vor allem die Diskussion über die Knackpunkte des Projektes. Dabei ist offensichtlich geworden, dass jeder eine andere Auffassung der Gewichtung der einzelnen Teilaspekte hat, die vermittelt werden sollen. Da man in „2000m²“ unzählige Informationen, Vergleiche und Kritiken an der heutigen Agrarindustrie oder globalem Konsumverhalten stecken könnte, fällt es schwer, den Fokus zu halten und es nach wie vor für jeden greifbar zu machen. Andererseits kann aber so jeder Garten seine individuelle Auffassung des Projektes darstellen ohne, dass die erzielte Wirkung dadurch verloren geht.

Die verwendeten Grafiken sind der Website entnommen.
Für einen tieferen Einblick in das Projekt: www.2000m2.eu
Bei Fragen zur Umsetzung in unserem Garten bitte an wachsenlassen@web.de wenden

 


„Wir haben Agrarindustrie satt“, Demo am 20.01.2018

Viele junge Menschen, viele Familien, Umweltaktivisten und Bauern sehen der Zukunft
der Landwirtschaft und unserer Lebensweise sorgenvoll entgegen.
Kleine Bauernbetriebe werden durch Großkonzerne in die Abhängigkeit getrieben.
Nahrungsmittel werden verschwendet.
Unser Essen ist durch den Einsatz von Düngemitteln und Antibiotika in der Tierzucht gesundheitsgefährdend.
Durch lange Transportwege, die kreuz und quer über den Globus führen, wird die Umwelt schwer belastet.
In der Politik wird eher im Sinne der konventionellen Landwirtschaft gehandelt als im Interesse Landwirte und Verbraucher. Doch die konventionelle Landwirtschaft ist nicht mehr zukunftsfähig.
Es gibt Gründe genug, um für eine Agrarwende zu demonstrieren!

Demo 1

Das taten am 20. Januar circa 33.000 Menschen auf der Demonstration
„Wir haben Agrarindustrie satt“. Mit Bannern und vielen kreativen Verkleidungen zog die Menschenmenge auf Kochtöpfen trommelnd vom Hauptbahnhof durch das Regierungsviertel bis zum Brandenburger Tor. Angeleitet wurde sie von einer Treckerparade bestehend aus 160 Traktoren.
Demo 2
Auch das Wirtschaftsministerium wurde passiert, wo zeitgleich die Agrarministerkonferenz stattfand. Natürlich wurde dort besonders laut getrommelt.
Gefordert wird eine Agrarwende, die vor allem durch Reformen in der Politik eingeleitet wird. Denn die Politik entscheidet maßgeblich, wessen Interessen vertreten werden und wer auch finanziell unterstützt wird.
Während mit Großkonzernen kooperiert wird, sind die Bedürfnisse der Bürger*innen, Bäuerinnen und Bauern zur Zeit anscheinend zweitrangig.
Das bewies unlängst Christian Schmidt (Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft) bei seinem Alleingang in der Entscheidung zum weiterbestehenden  Einsatz von Glyphosat.
Sein Handeln hat viel Wut auf die Politik hervorgerufen. Von der Bundesregierung der nächsten vier Jahre wird gefordert, die Landwirtschaft wieder ökologischer zu gestalten und dabei auch Kleinbetrieben eine Überlebenschance zu bieten.

Aus dem täglichen Verlust an brauchbaren Nahrungsmitteln konnte für die Demonstration allerdings etwas Gutes gewonnen werden:
mit tonnenweise nicht verkauftem – weil nicht der Norm entsprechendem – Gemüse wurde für die Demonstrierenden gekocht und so für das leibliche Wohl gesorgt.
Dazu fand am vorherigen Tag die „Schnippeldisko“ unter Organisation der „Fläming Kitchen“ statt, wo das Gemüse zu Musik, Getränken und guter Laune geschnitten wurde.

Die Demonstration hat einen starken Eindruck hinterlassen. Sie hatte einen sehr mahnenden Charakter und war durchaus durch Wut und Ärger angetrieben. Aber gleichermaßen hatte sie eine sehr positive und freudige Energie.

www.wir-haben-es-satt.de