Unser ökologisches Jahr

Nun ging die Zeit wieder so schnell vorbei!
Wir erinnern uns, wie wir im Winter für das erste diesjährige Gartenprojekt, den Reisighaufen, Löcher ausgehoben und Holz gesammelt haben. Inzwischen ist er umgrenzt, gewachsen, beschildert und bewohnt…?

Wir, Stephanie und Judith, verbringen nun die letzten Tage auf der Arbeit unseres ökologischen Freiwilligendienstes (ÖBFD und FÖJ). Im Rückblick stellen wir fest, dass die Arbeit bei wachsenlassen und der Grünen Bibliothek uns in vielerlei Hinsicht vorangebracht hat.
Sie hat uns vor unsere Unsicherheiten gestellt und uns sowohl ein gestärktes Bewusstsein in unsere Fähigkeiten gegeben als auch vorher unbekanntes Können aufgedeckt. Mit Motivation haben wir durch die praktische Arbeit viel dazugelernt, sodass wir uns heute besser im Garten, in der umfangreichen Umweltthematik, in der Arbeit mit Kindern und gestalterischen Mitteln auskennen.
Die Zeit, für Stephanie ein ganzes Jahr, für Judith 8 Monate, hat auf uns richtunggebend gewirkt und unsere Interessen vertieft. Somit geht es für uns im Bildungs- und Arbeitsweg schon bald weiter.
Abgesehen von dem Garten werden wir vor allem auch das Arbeiten mit den Kollegen vermissen. Denn in Gemeinschaft haben wir Pläne und Ideen für den Garten entworfen, die Entwicklung beobachtet und schöne Erinnerungen gesammelt.

Es war ein gutes, sehr gelungenes Jahr, das uns beide noch lange weiter begleiten wird.
Und wir wünschen den Kollegen, dem Garten und den nachfolgenden Freiwilligen viel Glück und Freude für die kommende Zeit.

Bis bald!

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ökologischer Bundesfreiwilligendienst im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen

Wachsenlassen sucht eine/n Öko-Bundefreiwillige/n

Für unseren Gemeinschaftsgarten und die Grüne Bibliothek in Berlin Tiergarten suchen wir (möglicher Einstieg ab dem 1.9.2018) eine_n Bundesfreiwillige/n mit ökologischem Schwerpunkt.

Aufgabenbereiche:

  • aktive Unterstützung beim Aufbau des Gartens zu einem Ort der Umweltbildung und des nachbarschaftlichen Zusammenseins
  • Planung, Durchführung und Unterstützung von Workshops mit Kindern und Erwachsenen in den Bereichen:
    Umweltbildung
    – Vogel- und Insektenschutz
    – kreative Sprachlernangebote/ souveräner Umgang mit der deutschen Sprache
    – Färben mit Pflanzenfarben
  • Übernahme von themenbezogenen Projektarbeiten
  • Mitarbeit bei der Öffentlichkeitsarbeit
  • tägliche Gartenarbeit bei Wind und Wetter; kontinuierliche Gartenpflege
  • körperliche Arbeit, handwerkliche Arbeiten
  • Teilnahme an der Pflanzplanung, Vor-Anzucht und Ernte der Gemüse und Kräuter
  • Weiterverarbeitung von Kräutern (z.B. Tee, Kräutersalz, Pesto) und Färberpflanzen
  • Saatgut ernten
  • Assistenz bei der Pflege der LeihSämerei in der Bibbliothek

Wünschenswert sind Erfahrungen bei der Gestaltung eines Gartens nach den Konzepten der Permakultur / ökologischem und naturnahen Gärtnern und ein Interesse an der Anzucht von gebietsheimischen Pflanzen.
Freude und Interesse am Zusammensein mit Kindern, Nachbarn und anderen Akteuren vor Ort.
Wir suchen eine eigenständige und engagierte Person, die gerne mit anderen im Team arbeitet, selber strukturieren und organisieren kann und uns beim Beschreiten und Ausprobieren von neuen Wegen unterstützt. Eigene Projekte können gerne ausprobiert und durchgeführt werden.

Wir bieten flexible Arbeitszeiten nach Absprache, teilweises Arbeiten von Zuhause aus ist möglich.Ein verständnisvolles und engagiertes Team, das Raum dafür lässt , sich zu orientieren und auszuprobieren. Zusammenarbeit mit Sozialpädagogen im Tätigkeitsbereich der Kinder- und Jugendhilfe. Eine sinnvolle Arbeit im Bereich des Umweltschutzes und des Vogel- und Insektenschutzes.

Weitere Informationen und Anmeldung unter:

http://www.stiftung-naturschutz.de/freiwilligendienste/oebfd/einsatzstelle-einzeln/?id=890


Tag der Nachbarschaft im Gemeinschaftsgarten

Wir laden ein zum offenen Tag der Nachbarschaft am

Dienstag, den 28. August 2018 in der Zeit von 16.00 – 19.00 Uhr

 

Unser Gemeinschaftsgarten wachsenlassen befindet sich auf dem Außengelände des Kiez Zentrums Villa Lützow, Lützowstr. 28, 10785 Berlin

Seit 2010 gärtnern wir dort gemeinsam mit Nachbarn, Kindergärten, Schulen und anderen interessierten Gruppen.

Wir möchten alle, die gerne aktiv Umweltschutz in ihrem Kiez betreiben möchten und sich nachbarschaftlich austauschen wollen, herzlich einladen, uns besuchen zu kommen und/oder bei uns mitzumachen.

Unsere Schwerpunkte sind der Vogel- und Insektenschutz, wir gärtnern mit der Natur und nicht gegen sie, pflanzen gebietsheimische Stauden und Gehölze oder säen diese aus mit Saatgut aus unserer LeihSämerei in der Bibliothek Tiergarten-Süd.

Darüber hinaus wünschen wir uns unseren Garten als einen Ort, wo Nachbarn sich kennenlernen und austauschen, über das Leben (in Tiergarten-Süd) reflektieren und kreativ werden können beim biografischem Schreiben, Malen und und und…

Nach dem 28.8. treffen wir uns regelmäßig einmal in der Woche im Garten und bei schlechter Witterung im Projektraum der Grünen Bibliothek, Bibliothek Tiergarten-Süd, Lützowstr. 27. Genaue Termine werden noch bekannt gegeben.
Aber auch bis dahin sind wir regelmäßig im Garten anzutreff, ein guter Termin, bei uns vorbei zu schauen, ist am Donnerstag zwischen 14.00 – 17.00 Uhr

Oder einfach eine Mail an: wachsenlassen@web.de

 

        


2000m²-Projekt: Alles wächst und gedeiht!

Der Garten blüht, es konnten schon reichlich Beeren vernascht werden und auch das Flächenbuffet sowie die Weltackerparzelle können sich sehen lassen.

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Auf den 6 Quadratmetern, die in unserem Kräuterbeet für den Weltacker Platz finden, stehen mittlerweile hohe Tomatenpflanzen dicht beieinander. Die ersten Früchte sind daran zu erkennen. Man erahnt schon, dass die Ernte ein vielfältiges Aussehen haben wird. Denn wir haben große und kleine, spitze und schrumpelige, verschiedenfarbige Sorten ausgesät.
Die Pflege von Tomaten gestaltet sich relativ intensiv.
Regelmäßig muss man sie ausgeizen, im unteren Bereich ausdünnen, um noch genug Sonne und Luft an den Boden zu lassen. Man sollte sie mulchen, um Nährstoffe zuzuführen, und natürlich wässern. Doch so anstrengend die Pflege auch sein mag, vor allem bei der starken Sonneneinstrahlung im Kräuterbeet, so schön ist es auch, das Wachstum zu beobachten und den Kopf zwischen den Pflanzen verschwinden zu lassen. Dort erwartet einen der schöne Geruch von Tomaten und frischem Basilikum, der ebenfalls in diesem Beet wächst.

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Das Flächenbuffet in unseren Hochbeeten vor der Bibliothek hat ebenfalls Form angenommen. Die einzelnen Kulturen sind inzwischen auch als diese zu erkennen. Durch Unterteilungen mit einem Band wurde der jeweilige Flächenbedarf gekennzeichnet. Doch es erfordert noch mehr (Denk-)Arbeit, um das Flächenbuffet ordentlich zu halten und den Zweck dessen zu erfüllen, nämlich anschaulich und schnell begreifbar zu sein. Seitens des Weltackerclubs erhalten wir bald ein erstes richtiges Schild, um auf den Zusammenhang unseres Gartens mit dem Projekt und auf den Inhalt dessen aufmerksam zu machen.
Einigen interessierten Besuchern und Kindern konnten das Konzept und die einzelnen Pflanzenkulturen schon nähergebracht werden – mit positiver Reaktion!

Über die letzten Wochen haben sich bei uns einige Fragen angesammelt. Auch, weil das letzte Weltackerclub-Treffen für uns schon ein wenig zurückliegt.
Um diese Fragen zu klären und um auf den neusten Stand zu kommen, besuchten wir am 5. Juli den Weltacker in Pankow anlässlich des Acker-Talks zum Thema Permakultur.
Die Veranstaltung begann mit einer Führung über den Weltacker, der seit dem 16.06 offiziell geöffnet ist.  Seit meinem letzten Besuch hat sich dort viel getan. Die Pflanzenkulturen sind herangewachsen, die Beschilderungen und anderen kleinen „Installationen“ sind sehr anschaulich gestaltet. Das Flächenbuffet des Weltackers ist überaus schön anzusehen und sehr eindrücklich. Denn dort sind mehrere Gerichte im Vergleich angepflanzt.
Ein großes Problem, welches die Gärtner zunehmend jeden Sommer teilen, ist die Bewässerung der Pflanzen! Sowohl auf dem Weltacker als auch bei uns muss ein großer Aufwand betrieben werden, um die Pflanzen am Leben zu halten und vor dem Vertrocknen oder gar Verbrennen zu bewahren.

Im Anschluss an die Führung und einen kurzen informellen Austausch erhielten wir eine Präsentation von Stuart Muir Wilson, dem Enkelsohn des Mitbegründers der modernen Permakultur Bill Mollison. Er teilte mit uns seine Erfahrungen vom Aufwachsen bei seinem Großvater auf dem Land.  Diese verknüpfte er mit der Erläuterung der Ursprünge der Permakultur und der Werte, die sie in sich vereint.

Auf dem Weltacker können Sie nun regelmäßig an Führungen teilnehmen oder spannende Veranstaltungen besuchen. Um auf dem neusten Stand zu bleiben, können Sie sich in den Newsletter „Ackerfunk“ eintragen.
Falls Sie daran interessiert sind, in das Weltackernetzwerk einzusteigen, melden Sie sich für den Weltackerclub an und merken sich schon den 30. Juli vor.
Dort findet das nächste WAC-Treffen statt, der Ort wird noch bekanntgegeben.

Nach wie vor sind Besucher auch in unserem Garten vor allem am Flächenbuffet oder im Kräuterbeet mit vielen Fragen zum Thema herzlich willkommen.
Es ist meist jemand im Garten oder Projektraum, mit Sicherheit zu den Öffnungszeiten der Bibliothek, Mo/Di, Do/Fr von 12.30 – 18.oo Uhr.
Grüne Bibliothek der Nachbarschaft/ Bibliothek Tiergarten-Süd
Lützowstr. 27
10785 Berlin

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.2000m2.eu
www.2000m2.eu/de/weltacker-club/


Gartennutzer im Gemeinschaftsgarten

Zu unserer Freude entdecken wir mehr und mehr Insekten in unserem naturnah gestalteten Garten, die uns zum Teil leider gar nicht mehr bekannt sind.

Neu getroffen haben wir den beeindruckend großen, bunt schillerndern Rosenkäfer – Cetonia aurata

 

und den sehr hübschen gebänderten Pinselkäfer – Trichius fasciatus

http://www.tierportraet.ch/htm07d/pinselkaefer_gebaendert.php

Da die Larven dieser beiden Insekten in morschem Holz (oder auch im Kompost) leben, vermuten wir ihren Lebensraum in dem größten unserer Totholzhaufen.

Ein Ansporn für uns, in unserem Stadtgarten immer mehr wohnliche Bereiche nicht nur für die Menschen einzurichten.

Auf dass die Vielfalt in unserer Welt (über-) lebe und uns und sie bereichert!

 

 


Gartennutzer

Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

 

 

 

und

 

 

 

 

 

Stieglitz (Distelfink)

haben sich in unserem Garten eingefunden.  Herzlich willkommen!


2000m² Projekt: Weltackereröffnung und der Stand im Gemeinschaftsgarten

Das vergangene Wochenende bot viel Gelegenheiten für einen Ausflug:
Der Pflanzentauschmarkt im Prinzessinnengarten, das Frühlingsfest in den Pallasgärten und, worüber noch nicht berichtet wurde, wir aber ebenfalls anwesend waren, die Saisoneröffnung des Weltackers im Botanischen Volkspark Blankenfelde.

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Bei bestem Wetter wurde den Besuchern am 6. Mai leckeres Essen und Trinken sowie ein buntes Programm geboten. Man konnte Wurzelfenster bauen, Seedballs formen, Saatgut tauschen und wurde dabei von Musik begleitet.

Auf den 2000 Quadratmetern des Weltackers sind die Abgrenzungen gezogen und mit den jeweiligen Schildern versehen worden. Noch sind keine Pflanzen zu sehen. Doch bald beginnt die Aussaat; wenn auch ein wenig verzögert aufgrund anfänglicher Schwierigkeiten.
Nichtsdestotrotz konnte man sich am Sonntag schon ein Bild von den 2000 Quadratmetern machen, die jedem Bürger rein rechnerisch zustehen würden, und, wie die wichtigsten Kulturpflanzen im globalen Verhältnis darauf angepflanzt sind.

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bezüglich des 2000m²-Projektes nun auch weiter voran:
Für das Flächenbuffet stehen vor der Bibliothek mittlerweile zwei neue Hochbeete. Darin werden die Zutaten für eine Portion Pizza auf 1,14m²  ausgesät.
Jede Pflanze hat einen bestimmten Ackerflächenbedarf und unterschiedlich hohe Erträge auf dieser Fläche. Mithilfe der Daten der FAO hat das Projekt den jeweiligen Ackerflächenbedarf pro Kilogramm von einigen Pflanzen zusammengestellt. So errechnet man mit der Zutatenmenge des Rezepts die benötigte Fläche, auf denen angepflanzt wird.
Es wächst schon der Weizen für den Teig. Die Sojabohne als Tiernahrung, um Käse zu produzieren, lässt sich auch langsam blicken. Sonnenblumen für das Öl, Tomaten, Zwiebeln und Basilikum brauchen noch Zeit.
Für den Teig und den Käse ist jedoch schon fast die ganze Fläche abgedeckt (ca. 0,94m²) . Die Sonnenblume nimmt 0,16m² in Anspruch. Das Gemüse ist genügsam und benötigt nur wenig Platz (0,03m²).

Wir beteiligen uns an dem Projekt auch mit einer Weltackerparzelle. Denn die Ausgangsidee des Weltackerclubs ist es, neben dem „großen“ Weltacker in Pankow einen zweiten Weltacker in Form von Parzellen in anderen privaten Gärten oder von Vereinen und Institutionen  anzubauen.
Dafür haben wir 6m² in unserem Kräuterbeet umgegraben und vorbereitet, um die bereits vorgezogenen Tomaten in den nächsten Tagen dort einzupflanzen.
Für die Weltackerclub-Mitglieder ist ein Schild  in Arbeit.
Wenn auf unserem Flächenbuffet und der Weltackerparzelle in einigen Wochen mehr zu sehen ist, wird bestimmt auch das Schild fertig- und aufgestellt sein.

Nun heißt es: abwarten und beobachten!

Wenn Sie sich für das Projekt interessieren, können Sie gern jederzeit vorbeikommen und die Anfänge unserer Umsetzung des Projektes anschauen und uns dazu befragen.
Es ist meist jemand im Garten oder Projektraum, mit Sicherheit zu den Öffnungszeiten der Bibliothek, Mo/Di, Do/Fr von 12.30 – 18.oo Uhr.
Grüne Bibliothek der Nachbarschaft/ Bibliothek Tiergarten-Süd
Lützowstr. 27
10785 Berlin

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.2000m2.eu
www.2000m2.eu/de/weltacker-club/