Unser ökologisches Jahr

Nun ging die Zeit wieder so schnell vorbei!
Wir erinnern uns, wie wir im Winter für das erste diesjährige Gartenprojekt, den Reisighaufen, Löcher ausgehoben und Holz gesammelt haben. Inzwischen ist er umgrenzt, gewachsen, beschildert und bewohnt…?

Wir, Stephanie und Judith, verbringen nun die letzten Tage auf der Arbeit unseres ökologischen Freiwilligendienstes (ÖBFD und FÖJ). Im Rückblick stellen wir fest, dass die Arbeit bei wachsenlassen und der Grünen Bibliothek uns in vielerlei Hinsicht vorangebracht hat.
Sie hat uns vor unsere Unsicherheiten gestellt und uns sowohl ein gestärktes Bewusstsein in unsere Fähigkeiten gegeben als auch vorher unbekanntes Können aufgedeckt. Mit Motivation haben wir durch die praktische Arbeit viel dazugelernt, sodass wir uns heute besser im Garten, in der umfangreichen Umweltthematik, in der Arbeit mit Kindern und gestalterischen Mitteln auskennen.
Die Zeit, für Stephanie ein ganzes Jahr, für Judith 8 Monate, hat auf uns richtunggebend gewirkt und unsere Interessen vertieft. Somit geht es für uns im Bildungs- und Arbeitsweg schon bald weiter.
Abgesehen von dem Garten werden wir vor allem auch das Arbeiten mit den Kollegen vermissen. Denn in Gemeinschaft haben wir Pläne und Ideen für den Garten entworfen, die Entwicklung beobachtet und schöne Erinnerungen gesammelt.

Es war ein gutes, sehr gelungenes Jahr, das uns beide noch lange weiter begleiten wird.
Und wir wünschen den Kollegen, dem Garten und den nachfolgenden Freiwilligen viel Glück und Freude für die kommende Zeit.

Bis bald!

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Grünes Klassenzimmer im Schulgarten in der Allegro-Grundschule

 

Seit der Umgestaltung des Schulgartens in den Jahren 2014-2015 in einer gemeinschaftlichen Aktion von engagierten Pädagogen und dem Team wachsenlassen kann dieser wieder erfreulicherweise von den Schüler_innen rege genutzt werden. Neben der wöchentlich stattfindenden Garten-AG gibt es das schon lange gewünschte Klassenzimmer und vieles mehr zu entdecken:
https://www.allegro-grundschule.de/schule/schulhaus/gr%C3%BCnes-klassenzimmer/


Sommerfest 2015 in der Allegro-Grundschule

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Vier gemeinsam!

Auf dem diesjährigem Sommerfest der Allegro-Grundschule in der Lützowstr. 83-85, 10785 Berlin präsentierte Julia Westheimer, Leiterin der Schulgarten-AG, ihren Garten gemeinsam mit der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft, der Biblitohek Tiergarten-Süd und dem Gemeinschaftsgarten wachsenlassen aus dem benachbartem Familiengarten in der Kluckstr. 11.

Diese drei nachbarschaftlichen ‚Institutionen‘ arbeiten seit Januar 2014 eng zusammen und führen regelmäßig Kooperationsprojekte mit der Allegro-Grundschule (die Vierte im Bunde) durch.

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Gemeinsam ist uns unter anderem, dass wir eine nachhaltige und prozesshafte Arbeit mit unseren Teilnehmer_innen durchführen. Und wir ergänzen uns in unseren jeweiligen Kompetenzen und bauen auf nachbarschaftliche Synergien!

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Regelmäßig einmal in der Woche trifft sich die AG-Schulgarten, um den Garten aufzubauen und zu pflegen.
Jahrelang hatten Lehrer_innen und Schüler_innen versucht, Gemüse im Schattengarten anzubauen. Ein frustrierende Unterfangen für alle Beteiligten (inklusive der beteiligten Pflanzen)!

2013 wurde ein neues Konzept erstellt und der lauschig gelegene Garten bekommt nach und nach andere Aufenthaltsqualitäten:
ein grünes Klassenzimmer an heißen Sommertagen, ein Micro-Macro-Schaubeet, ein Beet mit Medizinalpflanzen zur Anschauung, ein Insektenhotel und einiges mehr und einen Raum zur Kunst- und Gartenwerkstatt.

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In diesem Bereich konnten auch die im Mai ganz neu entstandene ‚Outdoor-Gallery‘ mit den selbst gebauten Gartenmöbeln aus Paletten zum Fest präsentiert werden.

Ein Schulgarten als selbstgestalteter Aufenthaltsraum im Freien.

Die Künstlerin Claudia Hartwig, mit der auch schon Mosaikarbeiten im Garten gemeinsam mit Schülern durchgeführt wurden, hatte die Schüler der Klasse 4b künstlerisch in dem Prozess begleitet, aus gesammelten Holzresten Ausstellungstücke für die neue Galerie herzustellen.
René Scharf aus dem Mauergarten e.V. begleitete die Schüler von der Planung bis zu den fertiggestellten Gartenmöbeln im handwerklichen Prozess.

Wo lässt sich die Prozsshaftigkeit des Daseins besser erfahren als in einem Garten?

Es macht viel Mühe, Erde zu schaufeln, zuverlässig zu gießen, zu pflegen, achtsam zu sein.
Es macht auch erst einmal Mühe, Nägel zu zeihen, zu sägen, zu schrauben, zu malen.

Aber es macht auch Freude, zu sehen, wie diese Mühe sich lohnt und wie etwas entsteht, wächst und gedeiht, was man selber geplant und gebaut hat und das dann auch noch durch seine kontinuierliche Pflege erhält.

Wir hoffen, dass wir diese Freude an die Menschen, mit denen wir zusammen arbeiten, weitergeben können.

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Und der ganz am Anfang von vielen Pädagogen bemängelte Blick durch das Flurfenster in den Schulgarten macht jetzt auch wieder Spaß!


Garten_Kunst_Handwerk_ und DIY in der Allegro-Grundschule

Weiter geht’s mit den Verschönerungen im Schulgarten in der Allegro-Grundschule, diesmal mit Schülern der Klasse 4b.

Während sich die einen mit Claudia Hartwig, freie Künstlerin, im Spiel mit Formen, Farben und Materialien aus gesammelten Fundstücken aus Holz an den ‚einfachen Dingen der Kunst‘ erfreuen, wird bei Workshop-Leiter René Scharf konkret geplant:
Eine (oder sogar zwei? und noch einen Tisch dazu?) selbstgebaute Bank aus Holzpaletten soll entstehen.

Die sichere Handhabung verschiedener Handwerkstechniken lernen in diesem Workshop auf jeden Fall beide Gruppen und Freude an der eigenen Kreativität und am Selbermachen.

Die einzelnen Kunstobjekte der Schüler werden zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt, welches an der Ziegelwand im Schulgarten seinen dauerhaften Platz finden wird.
Und diese kann man dann, gemütlich auf der selbstgebauten Bank sitzend, bewundern und genießen…

Wir freuen uns auf die nächsten Stunden mit den jungen Künstlern und Baumeistern und sind gespannt auf die Ergebnisse!

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Staudenpflanzung im Allegro-Schulgarten

Nein, es war natürlich kein geheimer Pflanzplan der Gärtnerin.

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Julia Westheimer, die durchführende Gärtnerin der Schulgarten-AG der Allegro-Grundschule hatte natürlich akribisch recherchiert, was an diesem Standort an interessanten Pflanzen gedeihen könnte.

Zur Orientierung bei der Pflanzung hatte Frau Westheimer Stricke im Raum des Beetes angebracht, nach dem für alle einsichtigen Pflanzplan konnten nun die gelieferten Pflanzen verteilt werden.

Teilweise musste noch einmal ein bißchen gegraben werden, ein Lehrgang in praktischer Erprobung der Hebelwirkung anhnd vob Gartenwerkzeugen.

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Mit Sorgfalt wurden die jungen Pflanzen aus ihren Töpfen geholt und mißtrauisch und liebevoll beäugt.

Namen wurden studiert und zugeordnet, das Beet durch die gemeinsame Pflanzung strukturiert.
Claudia Schaube, durchführende Pädagogin der Garten-AG, verglich gemeinsam mit den Schüler_innen Plan und Realität.

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Auf jeden Fall Freude über die vielen (meist unbekannten, oder?) Stauden, die sich hoffentlich im Schulgarten der Allegro-Grundschule wohlfühlen werden. Und wie werden sie wohl aussehen?

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Das Projekt ‚Reaktivierung des Schulgartens Allegro-Grundschule wird gefördert durch:

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Mosaikbrunnen im Schulgarten der Allegro-Grundschule

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Zu einem schönen, halbschattigem Garten, in welchem viele unbekannte Pflanzen leben, gehört natürlich auch irgendwie ein Brunnen.

Einmal natürlich, um Wasser zu haben und dann natürlich auch um der Schöhnheit willen.

Leider ist unser Brunnen nur ein Wasserauffangbecken mit funktionierendem Wasseranschluss, aber wir sind sehr froh, dass wir ihn haben.
Da gärtnern manch andere Stadtgärtner doch unter ganz anderen Bedingungen.

Dank an das Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt Berlin Mitte!

Um der Schöhnheit willen machte sich die freie Künstlerin Claudia Hartwig auf, um mit Schülern der Klasse 4b noch vor den Sommerferien 2014 den Brunnen des Schulgartens der Allegro-Grundschule zu gestalten.

Das ‚Gesamtwerk‘ wurde in zwei Projekttagen gemeinsam mit den Schüler_innen geplant und erstellt und war in den Kunstunterricht von Frau Bianca Flemig integriert.

Der erste Projekttag galt der Planung und der Heranführung an das Material.

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Farben und Formen wurden besprochen, eine maßstabgerechte räumliche Vorstellung mithilfe eines ‚Papiermodels‘ erstellt.

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Das Mischen der Farben war dabei wie immer ein interessantes und nicht sehr geübtes Thema, welches ein schnelles Reaktionsverhalten der durchführenden Erwachsenen verlangte.

(Und natürlich macht es Spaß, die Farben ineinander zu verquasen.)

 

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Am nächsten Projekttag ging es dann an die praktische Umsetzung.

Endlich raus aus dem Klassenzimmer und rein in den Schulgarten.

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Details des maßstabsgetreuen Entwurfs wurde auf Pappen übertragen und ausgelegt.

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Ich würde sagen, das ist den Kindern sehr gut gelungen!

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Einigen Kindern hat das Finishing am meisten Spaß gemacht. Ich kann sie verstehen.
Nach all der Mühe, der akribischen Anordnung der kleinen Steinchen empfinde ich es als wunderschön, ihnen in Ruhe ein festes Fundament für ihr weiteres Dasein zu geben.

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Reaktivierung des Schulgartens in der Allegro-Grundschule in Berlin Tiergarten-Süd

Ende 2013 fanden sich mehrer Akteure zu einer Planung zusammen, um dem Schulgarten in der Allegro-Grundschule neues Leben einzuhauchen.

Lange Zeit hatten Pädagogen und Schüler versucht, im schattig bis halbschattig gelegenen Garten Gemüse anzubauen, ein eher enttäuschendes und frustrierendes Vorhaben für alle Beteiligten.

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Nun entwickelten Lehrer und Erzieher gemeinsam mit dem Team des Gemeinschaftsgartens wachsenlassen und dem Tiefbau und Landschaftsplanungsamt Berlin Mitte, welches auch als Träger des Projektes ‚Reaktivierung des Schulgartens Allegro-Grundschule‘ fungiert, ein neues Konzept zur sinnvollen Nutzung des Gartens.

Was wurde benötigt, wie sollte der Garten zukünftig genutzt werden?
Wichtig war allen Beteiligten von Anfang an, besonders auch diejenigen Kinder der Schule, die Interesse an der Gartenarbeit hatten, in den ganzen Prozeß der Gartengestaltung miteinzubeziehen.
Es würde kein Garten werden, der ‚fertig zur Benutzung hingestellt werden würde‘, sondern gemeinsam mit Claudia Schaube, Lehrerin an der Allegro-Grundschule und Julia Westheimer, selbst entstehen.
Manchmal sicherlich eine Geduldsprobe für alle Beteiligten, aber auch eine große Chance, anhand eines entstehenden Gartens die Prozeßhaftigkeit der Natur und des (garten-handwerklichen) Arbeitens am eigenen Leib kennen zu lernen.

Aufgrund zahlreicher Unvorhergesehenheiten in der formalen Abwicklung des Projektes wurden die praktischen Arbeiten leider immer wiedergestoppt oder verzögert, dies auch eine Geduldsprobe besonders für die Planer des Projektes.

Da hieß es manchmal einfach nur tief durchatmen und weiter machen und an dieser Stelle möchte ich mich einmal ganz herzlich bei allen, die unbeirrbar an der Entstehung des Gartens weiter gearbeitet haben, bedanken.

Mittlerweile sind die Gartenarbeiten im Fluss, der individuell geplante Gartenschuppen steht, erste Staudenpflanzungen werden vorgenommen, der Boden für das grüne Klassenzimmer ist vorbereitet, Mosaikarbeiten verschönern den Garten auf künstlerische Art.

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Durch seine halbschattige Lage eignet sich der Schulgarten sehr gut für die Installation eines ‚grünen Klassenzimmers‘. Wer möchte schon im Sommer bei 30 Grad und mehr mit seinen Schülern in der Sonne sitzen und versuchen, Unterricht zu geben?

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Die dafür vorgesehene Stelle wurde gemeinsam mit Schülern ausgekoffert und begradigt, um Platz für den neuen Belag zu schaffen. Eine schweißtreibende Arbeit, bei der besonders mancher junge Mann (vielleicht war es aber auch nur mein persönlicher Eindruck, dass die jungen Damen hier mehr Durchhaltervermögen zeigten?) mit vermeintlich starken Muskeln an seine Grenzen kam.

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Spaß gemacht hat es aber auf jeden Fall!

 

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Im Sommer brachten junge Erwachsene ein erstes Insektenhotel im Garten an, das sie in einem Projekt gemeinsam mit Sozialpädagogen von Kidz e.V. Hergestellt hatten. Nun hoffen wir, dass dort bald neue Gäste einziehen werden.

Derweil erledigten die Teilnehmer_innen der Garten-AG weitere Aufräumarbeiten und Arbeiten zur Beetvorbereitung, manchmal mögen ihnen diese Arbeiten schier endlos vorgekommen sein. Und so richtig einen Erfolg konnte man immer noch nicht sehen.
(Da kann man sich gut vorstellen, dass sich die eine oder andere manchmal Fragen hat anhören müssen wie: ‚Na, was macht euer Garten? Immer noch nicht fertig?‘)

Tja, Grundlagenarbeit im besten Sinne.

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Die Schüler_innen lernten, wie man einen Boden gut vorbereitet und mit natürlichen Mineralstoffen versorgt.

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Dann kam endlich der Tag, an dem neue Erde geliefert wurde, das eindeutige Zeichen dafür, dass bald mit ersten Pflanzungen begonnen werden konnte.

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Und schon bald trafen die ersten, sorgfältig ausgewälten Staudenpflanzen ein.
Der geheime Pflanzplan der Gärtnerin wird hier nicht verraten, da lassen wir uns in den nächsten Jahren überraschen (hoffentlich, bei aller Vorkehrung weiß man ja nie, wie wohl sich die neuen Mitbewohner in einem Garten fühlen. Gärtners Leid und Gärtners Glück…)

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Und endlich ist der langersehnte Geräteschuppen fertig geworden!

Ein wunderschöner, lichter Ort zum Arbeiten und Aufbewahren der notwendigen Gartenarbeitsgeräte, die sich die Gärtner_innen bisher mühseelig aus einem weiter entfernten – von vielen unterschiedlichen Menschen benutztem und daher nicht immer wohlgeordnetem – Kellerraum hatten herbeiholen müssen.

Und wer wirklich schon einmal ernsthaft und erfolgreich gegärtnert hat, weiß, wieviel bei dieser Arbeit Struktur und Ordnung bedeutet – dem Wunsch zum Trotz, eine wilde und chaotisch anmutende Gartenwelt entstehen zu lassen.

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Die Kinder liebten ihren Schuppen auf jeden Fall von Anfang an, einzelne sogar so sehr, das Einrichtungspläne zum Einzug gemacht wurden.

Seitdem ich den Schuppen das erste Mal betreten habe, kann ich verstehen, was sie meinen.

Einen kleinen Bericht zu unserem Schuppenbau finden Sie hier:

Einen Bericht über die Gestaltung des Mosaikbrunnens finden Sie hier:

 

Das Projekt ‚Reaktivierung Schulgarten Allegro-Grundschule‘ wird ermöglicht durch:

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