Frühlingsfest mit Kontiki-Workshop in den Pallasgärten e.V. – 6.5.2018

Liebe TerraPreta- und KonTiki-Interessent*innen,

die Pallasgärten laden herzlich ein zum Frühlingsfest am 6.5. 2018 mit KonTiki-Workshop!

Alle weiteren Infos zum Fest:

https://www.umweltkalender-berlin.de/angebote/details/61711

https://www.facebook.com/events/200499800542821/

Es gibt mittlerweile einiges an Holz für den Kon Tiki, aber wir freuen uns über jeden, der zum Fest noch etwas mitbringen möchte (bitte vorher kurz Bescheid sagen unter: pallasgaerten@gmx.de)

Schon in Planung ist auch  Teil 3 der Workshopreihe zu Terra Preta:
dort wird es dann darum gehen, wie man mit der fertigen Kohle eine Terra Preta-Miete anlegt und wie die Wurzelapplikation funktioniert.

Der Termin wird frühestens am 2.6. stattfinden und wir brauchen dafür ganz viele Küchenabfälle. Wenn Du dort eigene Küchenabfälle mitbringen kannst und/oder Ideen hast,wo man welche herbekommen könnte, würden wir uns über eine Nachricht von Dir freuen!

Viele Grüße
Maik und Julian aus den Pallasgärten e.V.!

 

 

 

 

 

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„2000m²“ in unserem Garten und in der Grünen Bibliothek

„Wozu braucht der Mensch den Acker?“2000m2
„Um zu essen“, würden die meisten zu Recht sagen.
Aber bedenken wir dabei auch, dass der Acker eine Grundlage unserer Kleidung und zunehmend unserer Energieversorgung bildet? Dass ein Großteil der Tierfütterung zukommt? Und sind wir uns dabei der Verantwortung gegenüber der begrenzten Ressource „Ackerland“ bewusst?
Diesem Thema widmet sich das Projekt „2000m²“ der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Als Umweltbildungsprojekt soll es auf den Zusammenhang zwischen unserem Konsumverhalten und dem Verbrauch an Ackerfläche aufmerksam machen.
2000m² sind hier der Anteil an Ackerboden, der jedem Bürger auf der Welt rein rechnerisch zusteht.
Einerseits zeigt die Realität jedoch eine sehr ungleiche Verteilung auf der Welt, die unter anderem zu Hungersnöten führt, obwohl doch eigentlich für jeden genug vorhanden wäre.
Andererseits werden große Teile des Ackers durch die Agrarindustrie eher zweckentfremdet, wobei die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft einen zu geringen Stellenwert hat.

Mit Hilfe zweier „Instrumente“ des Projektes, wird ein Denkanstoß gegeben und das Thema erfassbar gemacht.

WeltackerDer „Weltacker“, der vergangenes Jahr auf dem IGA-Gelände in Marzahn zu sehen war und nun nach Pankow in den Botanischen Volkspark zieht, zeigt exemplarisch, wie diese 2000m² eines Menschen pro Jahr genutzt werden. Auf dem Acker sind also alle wichtigen Kulturpflanzen (Getreide, Ölpflanzen, Obst, Gemüse, Fasern usw.; Weidefläche der Tiere  ausgenommen) im globalen Maßstab angepflanzt worden.
Die andere Herangehensweise ist das sogenannte „Flächenbuffet“.
Bei diesem wird veranschaulicht, wie viel Fläche für ein einzelnes Gericht verwendet wird. Darauf werden die einzelnen Zutaten maßstabsgetreu und so weit wie möglich angepflanzt. Das „Ergebnis“ im Verhältnis zu den 2000m² kann so eine Aussage über die Ernährung und derren Nachhaltigkeit treffen.
Das Projekt hat auf der IGA großen Anklang gefunden. Nun soll ein Netzwerk aufgebaut werden, bestehend aus verschiedenen Gärten landes- und bundesweit, die das Projekt auf der ihnen zur Verfügung stehenden Fläche ebenfalls vertreten; entweder mit einer Parzelle des Weltackers oder einem eigenen Flächenbuffet.

Wir freuen uns, Teil des Projektes zu werden und somit auch am weiteren Gestaltungsprozess beteiligt zu sein. Wir werden in unserem Garten bzw. vor der Bibliothek Tomaten für den Weltacker und voraussichtlich eine Pizza für unser Flächenbuffet anpflanzen.
Bei der Umsetzung werden wir durch das 2000m²-Team angeleitet und unterstützt.
Sozusagen als Pilotgruppe waren wir dafür am 12.02. bei dem Flächenbuffet-Multiplikatoren Workshop. Programmpunkte des Tages waren der Bildungsauftrag des Projektes, gärtnerische Hinweise, weitere Anleitungen sowie unser kritischer Blick auf das Konzept des Flächenbuffets und eine Pause zum gemeinsamen Kochen, bei dem wir uns natürlich auch auf die dafür verwendete Ackerfläche konzentriert haben.
Entscheidend an dem Tag war vor allem die Diskussion über die Knackpunkte des Projektes. Dabei ist offensichtlich geworden, dass jeder eine andere Auffassung der Gewichtung der einzelnen Teilaspekte hat, die vermittelt werden sollen. Da man in „2000m²“ unzählige Informationen, Vergleiche und Kritiken an der heutigen Agrarindustrie oder globalem Konsumverhalten stecken könnte, fällt es schwer, den Fokus zu halten und es nach wie vor für jeden greifbar zu machen. Andererseits kann aber so jeder Garten seine individuelle Auffassung des Projektes darstellen ohne, dass die erzielte Wirkung dadurch verloren geht.

Die verwendeten Grafiken sind der Website entnommen.
Für einen tieferen Einblick in das Projekt: www.2000m2.eu
Bei Fragen zur Umsetzung in unserem Garten bitte an wachsenlassen@web.de wenden

 


„Wir haben Agrarindustrie satt“, Demo am 20.01.2018

Viele junge Menschen, viele Familien, Umweltaktivisten und Bauern sehen der Zukunft
der Landwirtschaft und unserer Lebensweise sorgenvoll entgegen.
Kleine Bauernbetriebe werden durch Großkonzerne in die Abhängigkeit getrieben.
Nahrungsmittel werden verschwendet.
Unser Essen ist durch den Einsatz von Düngemitteln und Antibiotika in der Tierzucht gesundheitsgefährdend.
Durch lange Transportwege, die kreuz und quer über den Globus führen, wird die Umwelt schwer belastet.
In der Politik wird eher im Sinne der konventionellen Landwirtschaft gehandelt als im Interesse Landwirte und Verbraucher. Doch die konventionelle Landwirtschaft ist nicht mehr zukunftsfähig.
Es gibt Gründe genug, um für eine Agrarwende zu demonstrieren!

Demo 1

Das taten am 20. Januar circa 33.000 Menschen auf der Demonstration
„Wir haben Agrarindustrie satt“. Mit Bannern und vielen kreativen Verkleidungen zog die Menschenmenge auf Kochtöpfen trommelnd vom Hauptbahnhof durch das Regierungsviertel bis zum Brandenburger Tor. Angeleitet wurde sie von einer Treckerparade bestehend aus 160 Traktoren.
Demo 2
Auch das Wirtschaftsministerium wurde passiert, wo zeitgleich die Agrarministerkonferenz stattfand. Natürlich wurde dort besonders laut getrommelt.
Gefordert wird eine Agrarwende, die vor allem durch Reformen in der Politik eingeleitet wird. Denn die Politik entscheidet maßgeblich, wessen Interessen vertreten werden und wer auch finanziell unterstützt wird.
Während mit Großkonzernen kooperiert wird, sind die Bedürfnisse der Bürger*innen, Bäuerinnen und Bauern zur Zeit anscheinend zweitrangig.
Das bewies unlängst Christian Schmidt (Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft) bei seinem Alleingang in der Entscheidung zum weiterbestehenden  Einsatz von Glyphosat.
Sein Handeln hat viel Wut auf die Politik hervorgerufen. Von der Bundesregierung der nächsten vier Jahre wird gefordert, die Landwirtschaft wieder ökologischer zu gestalten und dabei auch Kleinbetrieben eine Überlebenschance zu bieten.

Aus dem täglichen Verlust an brauchbaren Nahrungsmitteln konnte für die Demonstration allerdings etwas Gutes gewonnen werden:
mit tonnenweise nicht verkauftem – weil nicht der Norm entsprechendem – Gemüse wurde für die Demonstrierenden gekocht und so für das leibliche Wohl gesorgt.
Dazu fand am vorherigen Tag die „Schnippeldisko“ unter Organisation der „Fläming Kitchen“ statt, wo das Gemüse zu Musik, Getränken und guter Laune geschnitten wurde.

Die Demonstration hat einen starken Eindruck hinterlassen. Sie hatte einen sehr mahnenden Charakter und war durchaus durch Wut und Ärger angetrieben. Aber gleichermaßen hatte sie eine sehr positive und freudige Energie.

www.wir-haben-es-satt.de


Vortrag zur Herstellung von Terra-Preta in der Grünen Bibliothek, 15.01.2018

Am Montag, den 15.01.2018 besuchten uns  Terra Preta
Julian Bohländer und Maik Billing aus dem schöneberger Verein Pallasgärten e.V.  in der Grünen Bibliothek.
In knapp zwei Stunden vermittelten sie uns nützliches und anregendes Wissen über die vielversprechende Terra Preta.
Die Gäste füllten den Raum, manche kamen schon mit Vorwissen, manche dem Thema noch fremd – doch alle waren sehr interessiert.

Die „schwarze Erde“ (portugisisch: Terra Preta) ist eine anthropogene Erde aus dem Amazonasbecken. Ihre Entstehung wird auf den Zeitraum von 500-7000 n Chr. datiert.
Was die Terra Preta abgesehen von ihrer intensiven schwarzen Färbung auszeichnet ist das hohe Potential in der Landwirtschaft mit Hinblick auf eine nachhaltige Bodennutzung.
Durch eine hohe Nährstoff- und Wasserspeicherkapazität ermöglicht sie bereits durch sparsamen Einsatz eine deutliche Ertragssteigerung (auch in unproduktiven Böden), einen besseren Luftaustausch mit positiver CO2-Bilanz sowie die Förderung des Bodenlebens

Kon Tiki

Pallasgärten e.V.

Um von diesen Eigenschaften Gebrauch zu machen, wird seit dem letzten Jahrhundert nach Methoden zur Herstellung Terra-Preta ähnlicher Erde geforscht. Tatsächlich ist es heute möglich, diese zu erzeugen, indem man Pflanzenkohle als Trägersubstanz mit Biomasse kombiniert. Die Pflanzenkohle saugt mit ihren zahlreichen Hohlräumen die Nährstoffe aus der Biomasse wie ein Schwamm auf; die Kohle wird sozusagen aktiviert und ist nun ein idealer Nährboden für Pflanzen.
Die Pflanzenkohle ist allerdings keine normalverkäufliche Grillkohle. Sie wird aus getrockneten Ästen, Grünschnitt oder sonstiger Biomasse mit Hilfe eines „Kon-Tiki“s, einem Kessel aus Stahlblech, angefertigt. Unter hohen Temperaturen und Luftausschluss wird das Holz sozusagen vergast.
Ein solches Kon-Tiki steht unteranderem auf dem Gelände der Pallasgärten in Schöneberg, das nach Absprache genutzt oder ausgeliehen werden kann. Auf diese Weise kann man Garten- oder andere Bioabfälle zu ergiebigem Dauerhumus verwerten. Damit spart man nicht nur Geld sondern schließt so einen Stoffkreislauf des Ökosystems.

Daraus können sich für die Zukunft Kooperationsmöglichkeiten eröffnen. Nach dem Vortrag wurden dafür bereits erste Ideen und Kontakte ausgetauscht.
So wird Terra Preta, wie es scheint, ein zunehmend wichtiges Thema in der Entwicklung der Landwirschaft sein, da es mögliche Lösungen zur derzeitigen globalen Umweltproblematik bietet.

 


Weitere Projekte und Vorträge in der Grünen Bibliothek sind in Planung.
Falls Sie Voträge zu den Themen (urbanes) Gärtnern, Nachhaltigkeit/ nachhaltige Landwirtschaft oder Ähnlichem haben und in der Grünen Bibliothek vorstellen möchten, melden Sie sich bitte unter:
wachsenlassen@web.de

Bei fachlichen Fragen oder Anfragen zum Kon-Tiki:
pallasgaerten@gmx.de

 

 

 


Dreck – David R. Montgomery

Dreck

Passend zum Internationalen Jahr des Boden 2015
ist es mir endlich gelungen, ‚Dreck – Warum unsere Zivilisation den Boden unter den Füßen verliert‘ von David R. Montgomery zu lesen – zu finden und zu entleihen in der‘ Grünen Bibliothek‘.

In einer brillianten Synthese aus Archäologie, Geschichte und Geologie beschreibt Montgomery den leider in den allermeisten Fällen ausbeuterischen und von Habgier und Macht getriebenen Umgang des Menschen mit seiner Lebensgrundlage Boden über die Jahrhunderte.

Sein Fazit am Ende des Buches:

„Wenn wir die Lebensdauer unserer heutigen Zivilisation verlängern wollen, ist ein Umbau unserer Lanwirdschaft zwingend erforderlich. Wir müssen des Boden wieder respektieren lernen, müssen begreiefn, dass er mehr ist als ein Faktor von vielen in einem industriellen Fertigungsprozess, nämlich das lebendige Fundament unsere materiellen Wohlstands. So ungewöhnlich es klingen mag, eine Zivilisation überlebt nur dann, wenn wir Boden wie ein wertvolles Erbe beahndeln, nicht als Ware – und ganz sicher nicht wie den letzten Dreck.“

 

 


Glyphosat muss vom Tisch!

Die Weltgesundheitsorganisation warnt:
Der Unkrautvernichter Glyphosat von Monsanto, Syngenta und Co. verursacht wahrscheinlich Krebs. Dieses Jahr entscheidet sich, ob das häufig verwendete Pestizid für weitere 10 Jahre zugelassen bleibt.

Schon am Donnerstag wollen die Verbraucherschutz-Minister/innen der deutschen Bundesländer ihr Votum abgeben.
Sagen sie Nein zu Glyphosat, wird es für Bundesagrarminister Christian Schmidt schwer, in Brüssel weiter für das Gift zu streiten.

Um dabei zu helfen Glyphosat zu stoppen, bitte den Campact-Appell unterzeichen:

www.campact.de


22. Mai 2015: Delinat-Tag der Biodiversität

Setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen für die Biodiversität!

 www.tag-der-biodiversität.com