Unser ökologisches Jahr

Nun ging die Zeit wieder so schnell vorbei!
Wir erinnern uns, wie wir im Winter für das erste diesjährige Gartenprojekt, den Reisighaufen, Löcher ausgehoben und Holz gesammelt haben. Inzwischen ist er umgrenzt, gewachsen, beschildert und bewohnt…?

Wir, Stephanie und Judith, verbringen nun die letzten Tage auf der Arbeit unseres ökologischen Freiwilligendienstes (ÖBFD und FÖJ). Im Rückblick stellen wir fest, dass die Arbeit bei wachsenlassen und der Grünen Bibliothek uns in vielerlei Hinsicht vorangebracht hat.
Sie hat uns vor unsere Unsicherheiten gestellt und uns sowohl ein gestärktes Bewusstsein in unsere Fähigkeiten gegeben als auch vorher unbekanntes Können aufgedeckt. Mit Motivation haben wir durch die praktische Arbeit viel dazugelernt, sodass wir uns heute besser im Garten, in der umfangreichen Umweltthematik, in der Arbeit mit Kindern und gestalterischen Mitteln auskennen.
Die Zeit, für Stephanie ein ganzes Jahr, für Judith 8 Monate, hat auf uns richtunggebend gewirkt und unsere Interessen vertieft. Somit geht es für uns im Bildungs- und Arbeitsweg schon bald weiter.
Abgesehen von dem Garten werden wir vor allem auch das Arbeiten mit den Kollegen vermissen. Denn in Gemeinschaft haben wir Pläne und Ideen für den Garten entworfen, die Entwicklung beobachtet und schöne Erinnerungen gesammelt.

Es war ein gutes, sehr gelungenes Jahr, das uns beide noch lange weiter begleiten wird.
Und wir wünschen den Kollegen, dem Garten und den nachfolgenden Freiwilligen viel Glück und Freude für die kommende Zeit.

Bis bald!

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Gartennutzer im Gemeinschaftsgarten

Zu unserer Freude entdecken wir mehr und mehr Insekten in unserem naturnah gestalteten Garten, die uns zum Teil leider gar nicht mehr bekannt sind.

Neu getroffen haben wir den beeindruckend großen, bunt schillerndern Rosenkäfer – Cetonia aurata

 

und den sehr hübschen gebänderten Pinselkäfer – Trichius fasciatus

http://www.tierportraet.ch/htm07d/pinselkaefer_gebaendert.php

Da die Larven dieser beiden Insekten in morschem Holz (oder auch im Kompost) leben, vermuten wir ihren Lebensraum in dem größten unserer Totholzhaufen.

Ein Ansporn für uns, in unserem Stadtgarten immer mehr wohnliche Bereiche nicht nur für die Menschen einzurichten.

Auf dass die Vielfalt in unserer Welt (über-) lebe und uns und sie bereichert!

 

 


Gartennutzer

Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

 

 

 

und

 

 

 

 

 

Stieglitz (Distelfink)

haben sich in unserem Garten eingefunden.  Herzlich willkommen!


„2000m²“ in unserem Garten und in der Grünen Bibliothek

„Wozu braucht der Mensch den Acker?“2000m2
„Um zu essen“, würden die meisten zu Recht sagen.
Aber bedenken wir dabei auch, dass der Acker eine Grundlage unserer Kleidung und zunehmend unserer Energieversorgung bildet? Dass ein Großteil der Tierfütterung zukommt? Und sind wir uns dabei der Verantwortung gegenüber der begrenzten Ressource „Ackerland“ bewusst?
Diesem Thema widmet sich das Projekt „2000m²“ der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Als Umweltbildungsprojekt soll es auf den Zusammenhang zwischen unserem Konsumverhalten und dem Verbrauch an Ackerfläche aufmerksam machen.
2000m² sind hier der Anteil an Ackerboden, der jedem Bürger auf der Welt rein rechnerisch zusteht.
Einerseits zeigt die Realität jedoch eine sehr ungleiche Verteilung auf der Welt, die unter anderem zu Hungersnöten führt, obwohl doch eigentlich für jeden genug vorhanden wäre.
Andererseits werden große Teile des Ackers durch die Agrarindustrie eher zweckentfremdet, wobei die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft einen zu geringen Stellenwert hat.

Mit Hilfe zweier „Instrumente“ des Projektes, wird ein Denkanstoß gegeben und das Thema erfassbar gemacht.

WeltackerDer „Weltacker“, der vergangenes Jahr auf dem IGA-Gelände in Marzahn zu sehen war und nun nach Pankow in den Botanischen Volkspark zieht, zeigt exemplarisch, wie diese 2000m² eines Menschen pro Jahr genutzt werden. Auf dem Acker sind also alle wichtigen Kulturpflanzen (Getreide, Ölpflanzen, Obst, Gemüse, Fasern usw.; Weidefläche der Tiere  ausgenommen) im globalen Maßstab angepflanzt worden.
Die andere Herangehensweise ist das sogenannte „Flächenbuffet“.
Bei diesem wird veranschaulicht, wie viel Fläche für ein einzelnes Gericht verwendet wird. Darauf werden die einzelnen Zutaten maßstabsgetreu und so weit wie möglich angepflanzt. Das „Ergebnis“ im Verhältnis zu den 2000m² kann so eine Aussage über die Ernährung und derren Nachhaltigkeit treffen.
Das Projekt hat auf der IGA großen Anklang gefunden. Nun soll ein Netzwerk aufgebaut werden, bestehend aus verschiedenen Gärten landes- und bundesweit, die das Projekt auf der ihnen zur Verfügung stehenden Fläche ebenfalls vertreten; entweder mit einer Parzelle des Weltackers oder einem eigenen Flächenbuffet.

Wir freuen uns, Teil des Projektes zu werden und somit auch am weiteren Gestaltungsprozess beteiligt zu sein. Wir werden in unserem Garten bzw. vor der Bibliothek Tomaten für den Weltacker und voraussichtlich eine Pizza für unser Flächenbuffet anpflanzen.
Bei der Umsetzung werden wir durch das 2000m²-Team angeleitet und unterstützt.
Sozusagen als Pilotgruppe waren wir dafür am 12.02. bei dem Flächenbuffet-Multiplikatoren Workshop. Programmpunkte des Tages waren der Bildungsauftrag des Projektes, gärtnerische Hinweise, weitere Anleitungen sowie unser kritischer Blick auf das Konzept des Flächenbuffets und eine Pause zum gemeinsamen Kochen, bei dem wir uns natürlich auch auf die dafür verwendete Ackerfläche konzentriert haben.
Entscheidend an dem Tag war vor allem die Diskussion über die Knackpunkte des Projektes. Dabei ist offensichtlich geworden, dass jeder eine andere Auffassung der Gewichtung der einzelnen Teilaspekte hat, die vermittelt werden sollen. Da man in „2000m²“ unzählige Informationen, Vergleiche und Kritiken an der heutigen Agrarindustrie oder globalem Konsumverhalten stecken könnte, fällt es schwer, den Fokus zu halten und es nach wie vor für jeden greifbar zu machen. Andererseits kann aber so jeder Garten seine individuelle Auffassung des Projektes darstellen ohne, dass die erzielte Wirkung dadurch verloren geht.

Die verwendeten Grafiken sind der Website entnommen.
Für einen tieferen Einblick in das Projekt: www.2000m2.eu
Bei Fragen zur Umsetzung in unserem Garten bitte an wachsenlassen@web.de wenden

 


Kamishibai im grünen Tiergarten-Süd

Kamishibai – japanisches Erzähltheater in der Grünen Bibliothek

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Ich muss gestehen, ich kannte es nicht, aber als ich Anderen von Babette Dombrowski’s Idee, Japanisches Erzähltheater in der Grünen Bibliothek anbieten zu wollen, erzählte, erntete ich jedes Mal anerkennendes Nicken und Zustimmung.

Somit war ich gespannt, als ich endlich einmal Zeit gefunden hatte, an ihrem Erzähltheater teilzunehmen.

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Und wurde für meine Neugierde belohnt:

Kamishibai bietet eine ungeheure Vielfalt an Möglichkeiten, kreativ mit Sprache umzugehen.
Die Kinder hören zu, geben das Gehörte in Bildern wieder, erfinden neue Erzählungen, setzen diese gestalterisch um, arbeiten eng im Team zusammen und können selber Geschichten erzählen.

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Falls gewünscht, sogar vor einem Publikum.

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Der – wahrscheinlich dann doch unerwartet und/oder wieder vergessene – Höhepunkt war die Präsentation des von den Schülern in Bilder umgesetzten Märchens: Die Prinzessin auf der Erbse.

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Da waren erst das Gekichere – ‚wer hat das gemalt? / Hilfe, das ist ja meins!‘ – und dann die Aufmerksamkeit wunderbar groß.

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Der erste Kamishibai-Workshop im Rahmen der Projektarbeit der Grünen Bibliothek wurde gemeinsam mit der JüL-Klasse von Frau Janzen aus der benachbarten Allegro-Grundschule durchgeführt.

Auch im nächsten Jahr kann Frau Dombrowksi wieder einen Workshop ‚Japanisches Erzähltheater‘ anbieten.
Was jetzt schon verraten werden darf: Das Thema soll noch grüner werden.

Falls Sie mit ihrer Kindergruppe Interesse an diesem Angebot haben, informieren Sie uns unter

gruenebibliothke@web.de

und wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung.

Die Angebote der Grünen Bibliothek werden unterstützt durch ehrenamtlich Täige der IG Bibliothek. (An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Dorothee für ihre zuverlässige Unterstützung!) Wenn auch Sie / ihr Interesse daran habt, uns bei unserer Kulturarbeit im Kiez tatkräftig zu helfen, meldet euch per Mail.

Wir freuen uns auf euch!

Die Arbeit der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft wird durchgeführt in Kooperation mit dem Stadtteilverein Tiergarten e.V. und mit dem Amt für Weiterbildung und Kultur Berlin Mitte, Fachbereich Bibliotheken und gefördert durch:

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ABC-Spiele in der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft

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Wie heiße ich?
Wie ist mein Name?
Wie wird er geschrieben?

Sprachspiele machen Spaß und ermöglichen einen vergnügliches Herangehen an Lesen und Schreiben im geselligen Miteinander.

Jeder macht mit nach seinem Niveau und erfreut sich an graphischer Darstellung von Sprache.

Egal, ob das Alphabeth noch unvertraut ist oder man sich als Liebhaber und Ästhet einfach gerne intensiv mit Sprache beschäftigt:
an den ABC-Spielen von und mit Susanne Dorén, die bis zu den Weihnachtsferien in der Stadtteilbibliothek Tiergarten-Süd in der Lützowstr. 27, 10785 Berlin
jeden Freitag von 16.30 – 17.30 Uhr stattfinden,
haben viele ihre Freude.

Gemeinsam mit Angelika Sauermann und Dorothee Hauenschild von der IG-Bibliothek Tiergarten startete Frau Dorén unter großer Beteiligung von interessierten Anwohner_innen ihr offenes Angebot.

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Wir freuen uns auf mehr vergnügliche Angebote in der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft!

Das offene Angebot ABC-Spiele für groß und klein ist ein Angebot der IG-Biblitothek ‚Die grüne Bibliothek der Nachbarschaft‘ in Kooperation mit der Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Bibliotheken in Berlin Mitte  und dem Stadtteilverein Tiergarten e.V.

Die Mitglieder der IG-Bibliothek Tiergarten freuen sich über weitere Unterstützer beim Aufbau der ‚Grünen Bibliothek der Nachbarschaft‘. Falls Sie Zeit und Lust haben, sich gemeinsam mit uns in den Bereichen Sprache – Garten – Selbermachen zu engagieren, nehmen Sie zu uns Kontakt auf unter:

wachsenlassen@web.de

Das Projekt
‚Die grüne Bibliothek der Nachbarschaft mit aktivierenden Mitmach-Projekten: Sprache – Garten – Selbermachen‘
wird gefördert durch:

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gemeinsam gestalten – Palettenbau-Workshop II

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Heute – an unserem dritten Workshop-Tag – haben wir die Gartenbank vor unserer grünen Bibliothek fertig gestellt.

Es hat sehr viel Spaß gemacht!

Statt vieler Worte einfach einen Foto-Essay:

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Gemeinsam den öffentlichen Raum gestalten.

wachsen lassen

lesen schreiben

säen ernten

werken gestalten

gemeinsam

 

Die IG-Bibliothek Tiergarten und der Gemeinschaftsgarten wachsenlassen freuen sich über  Mit-Gestalter.

Kontakt: Gabriele Koll

wachsenlassen@web.de